Der 54-jährige Perry hatte jahrzehntelang offen mit seiner Sucht zu kämpfen, schien aber nach Ansicht seiner Kollegen seine Dämonen zu besiegen, als er 2023 starb.
Ein kalifornisches Gericht verurteilte am Mittwoch Jasveen Sangha, 42, zu 15 Jahren Haft. Die als "Ketamin-Königin" bekannte Frau lieferte Drogen, die zum Tod des "Friends"-Stars Matthew Perry führten.
Sangha war eine von fünf Angeklagten im Zusammenhang mit Perrys Tod 2023, als der kanadisch-amerikanische Schauspieler bewusstlos in seinem Whirlpool in Los Angeles gefunden wurde. Seit August 2024 sitzt sie in Bundeshaft.
Perry, der 54 Jahre alt wurde, hatte jahrzehntelang offen mit seiner Sucht gekämpft. Zum Zeitpunkt seines Todes schien er seine Dämonen überwunden zu haben. Sein plötzlicher Tod löste nicht nur Trauer bei Fans aus, sondern auch Ermittlungen, die einen Drogenring offenlegten – darunter auch Ärzte, die am Schmerz des Schauspielers profitierten.
Dr. Salvador Plasencia, der zugegeben hatte, Perry in den Wochen vor seinem Tod Ketamin geliefert zu haben, wurde im vergangenen Jahr zu 30 Monaten Haft verurteilt. Ein weiterer Arzt, Mark Chavez, erhielt Hausarrest und hunderte Stunden gemeinnütziger Arbeit.
Plasencia kaufte das Ketamin von Chavez und verkaufte es mit Aufschlag an Perry. "Ich frage mich, wie viel dieser Idiot wohl zahlen wird", schrieb er in einer Textnachricht. Laut Staatsanwaltschaft zahlte Perry über 2.000 Dollar pro Ampulle, während die Dealer nur einen Bruchteil kosteten.
Sangha arbeitete mit einem Mittelsmann, Erik Fleming, zusammen, um 51 Fläschchen Ketamin an Perrys persönlichen Assistenten Kenneth Iwamasa zu verkaufen. Iwamasa injizierte Perry mehrfach das von Sangha gelieferte Ketamin, so auch am 28. Oktober 2023, als er mindestens drei Spritzen verabreichte, die letztlich zum Tod des Schauspielers führten.
Nach Perrys Tod versuchte Sangha, ihre Spuren zu verwischen. "Löschen Sie alle unsere Nachrichten", schrieb sie an Fleming. Bei einer Razzia in ihrem Haus in Nord-Hollywood entdeckten Ermittler Methamphetamin, Ketamin, Ecstasy, Kokain, gefälschte Xanax-Pillen sowie Geräte zur Geldzählung, Waagen und zum Aufspüren von Funksignalen und Kameras.