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Nach Trump reist Putin nach Peking: Hat Russland bessere Beziehungen zu China als die USA?

DATEI: Wladimir Putin und Xi Jinping bei einem Spaziergang auf dem Zhongnanhai-Führungsgelände in Peking, China, 2. September 2025.
DATEI: Wladimir Putin und Xi Jinping bei einem Spaziergang auf dem Zhongnanhai-Führungsgelände in Peking, China, 2. September 2025. Copyright  AP Photo
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Von Sasha Vakulina
Zuerst veröffentlicht am
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Weniger als eine Woche nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in China ist Wladimir Putin auf dem Weg nach Peking. Welcher Staatschef ist der überzeugendere Partner für China - USA oder Russland?

Russland setzt große Erwartungen in die China-Reise von Präsident Wladimir Putin. Nach Angaben des Kreml wollen die beiden Staatschefs die "privilegierte Partnerschaft" zwischen Moskau und Peking weiter ausbauen. Putin beginnt seinen offiziellen Besuch in Peking, kurz nachdem US-Präsident Donald Trump seinen chinesischen Amtskollegen getroffen hat.

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Moskau erklärte, der Besuch werde sich auf die Stärkung der "strategischen Partnerschaft" zwischen Russland und China konzentrieren, doch der Zeitpunkt der Peking-Reise von Präsident Putin deutet auf eine umfassendere geopolitische Agenda hin - und auf Chinas wachsenden diplomatischen Einfluss.

Trump besuchte Peking vor weniger als einer Woche, trotz hoher Erwartungen sehen viele die Reise weithin als enttäuschend. Es gab keine nennenswerten Fortschritte bei den Bereichen Handel, Ukraine oder beim Konflikt mit dem Iran.

Es wird erwartet, dass diese Themen auch bei Putins Gesprächen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping im Vordergrund stehen.

Die russisch-chinesische Agenda

Putins Berater Juri Uschakow wies am Montag entschieden zurück, dass es irgendeinen Zusammenhang zwischen dem Besuch des russischen Staatschefs und Trumps jüngster Reise gebe.

"Es sollte angemerkt werden, dass es keine Verbindung zwischen Trumps und Putins Besuchen gibt. Normalerweise stimmen wir die Tagesordnung für Gespräche mit den Chinesen im Voraus ab", sagte er.

Uschakow erklärte, das Datum von Putins Besuch sei Anfang Februar vereinbart worden, als Trump ursprünglich geplant hatte, Peking zwischen Ende März und Anfang April zu besuchen.

"Aus offensichtlichen Gründen, die mit der Situation in Iran zusammenhängen, wurde der Besuch dann auf den 13. bis 15. Mai verlegt, d.h. kurz vor unserer Reise nach Peking", sagte er.

Uschakow bestätigte auch, dass Putin am Dienstagabend in Peking ankommen und am 20. Mai Xi Jinping treffen wird.

Während Trump mit mehr als einem Dutzend US-Wirtschaftsbossen nach China reiste, wird Putins Delegation aus Wirtschaftsvertretern, fünf stellvertretenden Premierministern, acht Ministern, mehreren Regionalgouverneuren und dem Chef der russischen Zentralbank bestehen - ein Zeichen für die zunehmende wirtschaftliche Abhängigkeit Moskaus von China.

Auch Kirill Dmitrijew (engl.: Dmitriev) reist mit Putin nach Peking. Offiziell ist der Investmentbanker Dmitrijew der Leiter des Russischen Direktinvestitionsfonds, aber er ist auch der wichtigste Verhandlungspartner des Kreml mit der US-Regierung bei den diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung des russischen Kriegs in der Ukraine.

Was ist China wirklich wichtig?

Wladimir Putin will sich Beobachtern zufolge stark darauf konzentrieren, die anhaltende chinesische Unterstützung für Russland zu sichern. Denn China ist seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine effektiv zum wichtigsten internationalen Partner Russlands geworden ist. Zuletzt verzeichnet die russische Wirtschaft mehr und mehr Probleme.

Die sich vertiefenden Beziehungen Chinas zu Russland haben in den westlichen Hauptstädten, darunter auch in Brüssel, zunehmend Besorgnis ausgelöst.

Westliche Diplomaten und Analysten glauben, dass Pekings wirtschaftliche und diplomatische Unterstützung dazu beigetragen hat, Russlands Kriegsanstrengungen in der Ukraine zu unterstützen.

Xi Jinpings Hauptaugenmerk dürfte jedoch weiterhin auf Taiwan und nicht auf der Ukraine liegen. In diesem Zusammenhang könnte der Zeitpunkt der Besuche von Trump und Putin eine umfassendere geopolitische Verhandlungsstrategie widerspiegeln.

Nach seiner Reise nach China schien Trump Zweifel an der weiteren Unterstützung der USA für Taiwan zu äußern.

Obwohl der US-Präsident im Dezember ein rekordverdächtiges Rüstungspaket im Wert von 11 Milliarden Dollar (9,5 Milliarden Euro) für Taiwan genehmigt hatte - darunter Raketen, Drohnen, Artilleriesysteme und Militärsoftware - sagte Trump, er müsse das Geschäft noch abschließend genehmigen. Und er erklärte, dass dies "von China abhängt".

"Das ist - ehrlich gesagt - ein sehr gutes Druckmittel für uns", so Trump.

Jede Aussetzung der US-Waffenverkäufe an Taiwan wäre ein großer diplomatischer Sieg für Peking und könnte von China als eine höhere Priorität angesehen werden als die Unterstützung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Dieser dauert nun schon seit mehr als vier Jahren - und ein Ende ist nicht in Sicht.

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