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Kolosseum in Rom: Sanierung legt jahrhundertealte verborgene Strukturen frei

Menschen spazieren im neuen Außenbereich aus Travertinmarmor am Kolosseum in Rom. Die Anlage wird am Dienstag, 17. März 2026, eröffnet.
Rund um das Kolosseum flanieren Menschen über den neuen Außenbereich aus Travertinmarmor bei der Einweihung in Rom am Dienstag, 17. März 2026. Copyright  AP Photo/Andrew Medichini
Copyright AP Photo/Andrew Medichini
Von Tokunbo Salako
Zuerst veröffentlicht am
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Im Kolosseum in Rom können Besucher nun dank einer Renovierung tiefer in die Geschichte eintauchen: Freigelegte Eingangssäulen waren jahrhundertelang verborgen.

Italiens berühmtestes Wahrzeichen zeigt sich in neuem Glanz.

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Eine umfassende Restaurierung hat am Kolosseum in Rom Teile der ursprünglichen Bausubstanz freigelegt, die jahrhundertelang verborgen lagen.

Rund um die Arena liegen jetzt neue Blöcke aus Travertin. Sie markieren die Stellen, an denen einst monumentale Eingangssäulen standen.

Das Projekt rekonstruiert den ursprünglichen Umriss des Bauwerks und macht lange verschüttete Details sichtbar. Dazu gehören auch die alten Eingangsnummern, die den Besucherinnen und Besuchern ihren Platz wiesen.

Menschen gehen über die neue, mit Travertin gestaltete Freifläche rund um das Kolosseum bei der Einweihung in Rom am 17. März 2026
Menschen gehen über die neue, mit Travertin gestaltete Freifläche rund um das Kolosseum bei der Einweihung in Rom am 17. März 2026 AP Photo/Andrew Medichini

In der Antike trug fast jeder Bogen eine eingravierte Zahl. Ausgenommen waren nur die Bögen entlang der Haupt- und Nebenachse. Die Zahlen saßen oben am Bogen, knapp unterhalb des ersten Gesimses der Fassade, und erleichterten die Orientierung an den Eingängen.

Der Architekt Stefano Boeri erklärt, Ziel des Projekts sei von Anfang an gewesen, den Besuchern die wahren Proportionen des Monuments vor Augen zu führen. „Wir haben den tatsächlichen Umriss, die Crepidine, also das Pflaster des Kolosseums, rekonstruiert. Gleichzeitig haben wir die Dimension all seiner Fornici, der Bögen, wiederhergestellt, die vom Erdreich überdeckt waren. Sie lagen seit Jahrhunderten verschüttet.“

Die Vermessung und Wiederherstellung der ursprünglichen Höhenlagen hat den Grundriss des flavischen Amphitheaters und seine geometrische Basis wieder klar erkennbar gemacht. Zugleich bot sie die Chance, das Entwässerungssystem für Regenwasser neu zu planen.

Entstanden ist ein öffentlicher Raum mit klar geregelter Entwässerung, der für Besucherinnen und Besucher besser zugänglich ist. Die Wasserführung bildet dabei ein zentrales Element der neuen Pflasterung.

Die neue, mit Travertin gestaltete Freifläche rund um das Kolosseum bei der Einweihung in Rom am Dienstag, dem 17. März 2026
Die neue, mit Travertin gestaltete Freifläche rund um das Kolosseum bei der Einweihung in Rom am Dienstag, dem 17. März 2026 AP Photo/Andrew Medichini

Die Vergangenheit des Kolosseums tritt so deutlich hervor wie nie zuvor. Besuchende erhalten ein klareres Bild davon, wie das Leben im antiken Rom aussah.

„Wir wollten einige der fehlenden Abschnitte der Zugangskorridore für das Publikum zurückbringen. Die zwei fehlenden Teile der Gänge des flavischen Amphitheaters stürzten ab dem sechsten Jahrhundert nach Christus aus verschiedenen Gründen ein, vor allem wegen des besonders instabilen Untergrunds in diesem Bereich“, erläutert die Archäologin Alfonsina Russo, die das italienische Kulturministerium vertritt.

Das Kolosseum bleibt Italiens meistbesuchte Sehenswürdigkeit. Jedes Jahr kommen Millionen Menschen hierher.

Cutter • Yolaine De Kerchove Dexaerde

Weitere Quellen • AP, Stefano Boeri

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