Zur Zeit der Dinosaurier lauerten unter den Wellen gewaltige Meeresriesen. Eine neue Schau im Natural History Museum London zeigt, was wir vom Leben im Jura-Meer über den Klimawandel lernen können.
An Land herrschten die Dinosaurier, in den Meeren dominierten riesige Reptilien.
Sie galten als die Monster der Tiefe und stehen nun im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung im Londoner Natural History Museum.
„Jurassic Oceans: Monsters of the Deep“ führt zurück in eine Zeit vor fast zweihundert Millionen Jahren, als riesige Räuber in der Tiefsee auf Beutefang gingen.
Zu den Stars der Schau gehört ein Plesiosaurier, ein langhalsiges Meeresreptil, das bis zu zwölf Meter lang werden konnte.
„Der Plesiosaurier hatte einen sehr langen Hals und einen kleinen Kopf. Er besaß vier flügelartige Flossen, mit denen er sich koordiniert durch das Wasser bewegte, fast wie im Flug“, erklärt Dr. Marc E. H. Jones, Kurator für fossile Reptilien und fossile Amphibien am Natural History Museum. „Er atmete Luft und musste deshalb immer wieder zur Wasseroberfläche auftauchen.“
Klimakatastrophe
Die Ausstellung versteht sich aber auch als Warnung. Fossilfunde zeigen, dass der Klimawandel schon vor Millionen von Jahren zu Massenaussterben beigetragen hat.
Forschende betonen, dass der Klimawandel bei prähistorischen Aussterbewellen eine zentrale Rolle spielte und warnen, dass die Ozeane heute erneut unter Druck stehen.
„Einige dieser Klimaveränderungen verliefen im Vergleich zu heute sehr langsam. Die Fossilien zeigen trotzdem, dass selbst relativ langsamer Klimawandel große Auswirkungen auf Ökosysteme haben kann“, sagt Dr. Jones.
„In den vergangenen zweihundert Jahren haben wir mehr als 2.000 Gigatonnen CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen. Das verändert, wie viel Energie die Erde speichern kann. Dadurch steigt die Durchschnittstemperatur von Atmosphäre und Ozeanen langsam an, und diese Erwärmung setzt die Ökosysteme unter Druck.“
Jurassic Oceans: Monsters of the Deep ist im Londoner Natural History Museum noch bis zum dritten Januar 2027 zu sehen.