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USA-Spelling-Bee: Shrey Parikh gewinnt Titel im seltenen Stechen

Shrey Parikh strahlt, nachdem er das Wort „cashaw“ richtig buchstabiert hat.
Shrey Parikh strahlt, nachdem er das Wort 'cashaw' richtig buchstabiert hat. Copyright  Scripps News screenshot
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Von Craig Saueurs
Zuerst veröffentlicht am
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Der vierzehnjährige Shrey Parikh hat die 98. Scripps National Spelling Bee gewonnen. In nur 90 Sekunden buchstabierte er 32 Wörter korrekt.

Die USA haben einen neuen Champion im Buchstabierwettbewerb. Dafür brauchte es drei Tage, 18 Runden und ein 90-sekündiges Stechen, bei dem Zuschauerinnen und Zuschauer Wörter nachschlagen mussten, von deren Existenz sie nichts ahnten.

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Der 14-jährige Shrey Parikh aus Kalifornien gewann am Donnerstagabend die 98. Auflage des Scripps National Spelling Bee. Er sicherte sich den Titel in einem dramatischen Finale.

Neun Teilnehmende starteten in den Abend. Mehr als zwei Stunden später standen nur noch Parikh und der zwölfjährige Ishaan Gupta aus New Jersey auf der Bühne.

Nach 18 Runden mit Buchstabier- und Vokabelfragen lagen beide weiter gleichauf. Die Organisatoren griffen deshalb zu einem selten genutzten Stichentscheid, dem sogenannten 'Spell-off'.

Das 2021 eingeführte Format gibt jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer 90 Sekunden, um möglichst viele Wörter korrekt zu buchstabieren. Tempo ist dabei fast so wichtig wie Genauigkeit.

Im nervenaufreibenden Stechen brachte Parikh 32 korrekte Wörter ins Ziel, Gupta kam auf 25. Er arbeitete sich durch einen Parcours aus kaum bekannten Begriffen, der mit dem Wort 'cashaw' endete.

Ein Jahrhundert Buchstabierwettbewerb

Der Scripps National Spelling Bee gehört fest zum US-Schulkalender. Landesweit nehmen mehr als elf Millionen Schülerinnen und Schüler an lokalen und regionalen Wettbewerben teil.

Zur diesjährigen Ausgabe reisten 247 Finalistinnen und Finalisten an, darunter einige aus dem US-Außengebiet Guam. Der Wettbewerb versucht, sich für eine neue Generation von Zuschauerinnen und Zuschauern neu zu erfinden.

Buchstabieren steht weiterhin im Zentrum des Wettbewerbs, der 1925 erstmals stattfand. Seit 2021 gibt es im TV-Finale jedoch zusätzlich eine Multiple-Choice-Runde zu Wortschatzfragen, um Sprachkenntnis stärker zu betonen und nicht nur reines Auswendiglernen.

In diesem Jahr setzten die Organisatoren auf einen "Vibe Shift", um dem Wettbewerb mehr Gameshow-Atmosphäre zu geben. Sie arbeiteten mit dem TV-Produzenten Michael Davies zusammen, der Jeopardy! neu aufgestellt und Who Wants to Be a Millionaire? aus Großbritannien in die USA geholt hat. Außerdem engagierten sie die ESPN-Kommentatorin und Celebrity Jeopardy!-Siegerin Mina Kimes als Moderatorin der Übertragung.

Unabhängig von der neuen Optik mussten die Teilnehmenden weiterhin einige der obskursten Wörter der englischen Sprache auswendig lernen.

Teilnehmende im Alter von neun bis 15 Jahren bekamen Begriffe aus dem ungekürzten Merriam-Webster-Wörterbuch gestellt – von Fachtermini bis zu Entlehnungen aus anderen Sprachen. Zum Beispiel Jatrorrhiza, catometope, Faesulae oder Kadohadacho – allesamt tatsächlich existierende Wörter.

Siegerwörter früherer Jahrzehnte reichten von vertrauten Begriffen wie croissant und luge bis zu rätselhaften Begriffen wie psammophile und éclaircissement.

Für Parikh war das richtige Buchstabieren von 'cashaw' im entscheidenden Moment der Schlusspunkt jahrelanger Vorbereitung. 2022 war er bereits angetreten und auf Platz 89 gelandet, 2024 schoss er dann auf Rang drei nach oben.

Er sagte hinterher vor Journalistinnen und Journalisten, er habe im vergangenen Jahr rund fünf Stunden pro Tag gelernt – eine enorme Zeitinvestition, aber offenbar genau richtig, um diesen 14-Jährigen zum nationalen Champion zu machen.

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