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Mailand restauriert Glücks-Stier-Mosaik in der Galleria Vittorio Emanuele II

Mailand verpasst Glücksstier neues Aussehen
Mailands Glücksstier bekommt neues Gesicht Copyright  Craig Sauers
Copyright Craig Sauers
Von Craig Saueurs
Zuerst veröffentlicht am
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Das berühmte Stiermosaik in der Galleria Vittorio Emanuele II wird restauriert: Jahrzehntelang haben Glückssucher das empfindlichste Detail nahezu abgerieben.

Die Hoden des berühmtesten Stiers von Mailand sind in der Stadt erneut ein Fall für die Behörden.

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Seit Generationen stellen sich Besucherinnen und Besucher in der Galleria Vittorio Emanuele II an. Sie drehen sich dort auf den Fersen über den rosafarbenen Fliesen, die die Hoden des Stiers zeigen – ein ungewöhnlicher Brauch, der Glück bringen und eine Rückkehr in die Stadt sichern soll.

Mehr als ein Jahrhundert dieser eifrigen Drehungen hat deutliche Spuren hinterlassen.

In dieser Woche haben Arbeiterinnen und Arbeiter eine Schutzabsperrung rund um das berühmte Mosaik aufgebaut. Die Stadt Mailand lässt das Kunstwerk zum ersten Mal seit 2017 restaurieren.

„Tag für Tag haben Tausende Menschen den berühmten Fersendreh vollführt. Der Glückspunkt der Galleria hat sich im Laufe der Zeit abgenutzt“, erklärten die Stadträte Emmanuel Conte und Marco Granelli in einer Mitteilung.

Der Glücks-„torino“
Der Glücks-„torino“ Craig Sauers

Stierkult in der Galleria

Das Mosaik liegt gut sichtbar im Oktogon, dem zentralen Kreuzungspunkt der Galleria Vittorio Emanuele II, einer Einkaufspassage aus dem 19. Jahrhundert, die die Piazza del Duomo mit der Piazza della Scala verbindet.

Zwischen 1865 und 1877 erbaut, ist die Galleria berühmt für ihr hohes Glasdach, die Mosaikböden und ihre Luxusgeschäfte – von Gucci und Prada bis zur eleganten Pasticceria Marchesi 1824.

Der „torino“ („kleiner Stier“) gehört zu vier Bodenmosaiken, die die Wappen von Städten zeigen, die eng mit dem Königreich Italien verbunden waren. Er steht – wie der Name sagt – für Torino, also Turin, die Hauptstadt Italiens, als der Bau der Galleria begann. Rom wird durch eine Wölfin dargestellt, Florenz durch eine Lilie und Mailand durch ein rotes Kreuz.

Niemand weiß genau, wann oder warum der Fersendreh-Brauch entstanden ist. Sicher ist nur: Er war bei den Mailänderinnen und Mailändern schon vor der Wende zum 20. Jahrhundert beliebt.

Wer auf einen Glücksmoment hofft, kann beruhigt sein: Die Arbeiten fallen eher klein aus. Beschädigte Teile des Mosaiks werden entfernt, der Untergrund stabilisiert und Ersatzfliesen eingesetzt. Anschließend wird die Fläche verfugt und geglättet.

Die Sanierung hat zu Wochenbeginn begonnen und soll bis zum Wochenende abgeschlossen sein. Die Erfahrung zeigt allerdings: Die Reparatur wird wohl nur vorübergehend halten.

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