Gemeinsam mit seiner Frau Jeanette sprach der US-Außenminister in einem ausführlichen Podcast über Familienleben, Musik, Ehe und seine Essgewohnheiten.
Als US-Außenminister beantwortet Marco Rubio üblicerweise Fragen zu Kriegen, Diplomatie und nationaler Sicherheit.
Diesmal lief es anders. In einem ausführlichen Gespräch im „Katie Miller Podcast“ mit seiner Frau Jeanette sprach der 55-jährige Berufspolitiker über alles Mögliche: von Pop-Tarts und dem verstorbenen Rapper Tupac Shakur über College-Football bis hin zu Gruselfilmen, die er mit seinen Kindern anschaut.
Es kamen noch weitere persönliche Details zur Sprache. Rubio ist farbenblind, hört gern EDM, hat eine Schwäche für Süßes und würde zu einem politischen Traum-Dinner Margaret Thatcher, Ronald Reagan und Winston Churchill einladen.
Das Gespräch zeigte Rubio jenseits seiner glatten politischen Rolle: als Ehemann und Vater mit einer bunt gemischten Playlist, einer Schwäche für Pop-Tarts und einer Ehefrau, die ihn ohne Zögern korrigiert.
Drei Jahrzehnte Ehe
Rubio und Jeanette, seit mehr als 30 Jahren verheiratet und Eltern von vier Kindern, scherzten im Interview immer wieder miteinander.
Auf die Frage nach dem Geheimnis einer glücklichen Ehe nannte Jeanette zuerst „Glauben“.
Rubio ergänzte etwas anderes.
„Gehorsam. Für den Ehemann“, witzelte er.
An anderer Stelle dachte Rubio laut darüber nach, was er mit zunehmendem Alter über das Familienleben gelernt hat.
„Vielleicht habe ich mit der Zeit vor allem eines gelernt: Man sollte den Augenblick schätzen, in dem man gerade lebt, denn er kommt nicht zurück“, sagte er.
„Jede Phase und jeder Abschnitt des Lebens hat etwas, das man genießen sollte.“
Jeanette Rubio kritisiert Marcos Pop-Tarts-Konsum
Besonders online Beachtung fand eine Passage, in der Moderatorin Katie Miller Rubio fragte, ob er die Initiative „Make America Healthy Again“, kurz MAHA, unterstützt.
„Ich bin für MAHA. Ich finde, Menschen sollten gesund sein“, begann Rubio, bevor Jeanette ihn unterbrach.
„Nein, ist er nicht“, sagte sie.
Auf die Frage, was ihr Mann denn esse, antwortete sie: „Pop-Tarts. Er isst all die Dinge, die er eigentlich nicht essen sollte.“
„Nein. Ich esse nicht jeden Tag Pop-Tarts“, entgegnete Rubio und fügte hinzu: „Der Pop-Tart gehört zu den großen amerikanischen Erfindungen der Weltgeschichte. Er steckt in einer wunderschönen Folienverpackung.“
Die Reaktionen in sozialen Netzwerken fielen gemischt aus. Einige Zuschauerinnen und Zuschauer amüsierten sich über den lockeren Ehe-Dialog, andere störten sich daran, wie häufig Jeanette ihren Mann korrigierte.
Eine Instagram-Nutzerin schrieb: „Wow, seine Frau macht ihn total runter und korrigiert ihn bei jeder Frage“, eine andere Person kommentierte auf X: „Interview mit Marco Rubio und seiner Frau gesehen, und eines ist völlig klar: Sie hasst Marco!“
Später kam auch Verteidigungsminister Pete Hegseth zur Sprache, allerdings in einer Geschichte, die kaum mit Politik zu tun hatte.
Rubio erzählte, wie einer seiner Hunde auf dem Militärstützpunkt zum Haus des Nachbarn Hegseth hinüberlief und dort auf die Katzen des Verteidigungsministers traf.
„Ich hätte Pete nie für einen Katzen-Typ gehalten“, sagte Rubio.
Pete und Jen Hegseth waren vor rund acht Monaten bei Miller im Podcast zu Gast.
Rubio über Kubas Zukunft
Kurz ging es auch um Politik, unter anderem um Kuba. Rubio sagte, er glaube, das Land „werde sich auf einem unumkehrbaren Weg in eine ganz andere Zukunft befinden“.
Der Sohn kubanischer Exilanten warnte jedoch, der Wandel werde Zeit brauchen.
„Man kann ein System nicht 70 Jahre bestehen lassen, es schlägt Wurzeln, und dann glauben, man könne über Nacht alles herausreißen und etwas Neues einpflanzen“, sagte Rubio. „Es braucht einen Übergang, einen Prozess, um dorthin zu kommen.“
Er verwies auf die Erfahrungen osteuropäischer Staaten und betonte, dass sich deren politische Systeme erst nach einigen Jahren verändert hätten.
„Polen ist wahrscheinlich das beste Beispiel“, sagte er.
Das Interview hatte einen lockeren, gesprächigen Ton, kritische Nachfragen fehlten. Im Mittelpunkt standen vor allem Rubios Privatleben und seine persönlichen Ansichten.
Bemerkenswert ist, dass Podcast-Host Katie Miller mit Stephen Miller verheiratet ist, dem stellvertretenden Stabschef des Weißen Hauses für Grundsatzfragen.