Nach dem Kassen- und Kritikerflop des umstrittenen Films „Melania“ startet im Herbst eine neue Dokureihe über Melania Trump.
Festhalten: Es kommt noch mehr Melania.
Nach dem kritischen und kommerziellen Flop der Dokumentation Melania zu Beginn des Jahres bekommt die US-First Lady nun eine neue Doku-Serie bei Amazon Prime.
Ihr enger Berater Marc Beckman gab die Ankündigung bei Real America's Voice (Quelle auf Englisch) bekannt.
„Wir starten eine Doku-Serie, ein völlig neues Format, exklusiv bei Amazon Prime“, sagte Beckman. „Sie kommt im Herbst. Das ist bestätigt, und ich hoffe, alle schalten ein, denn sie zeigt eine Seite der First Lady, die bisher niemand gesehen hat.“
Die Serie begleitet Melania Trump zu Beginn der zweiten Amtszeit ihres Mannes. Sie soll Einblicke in ihr Privatleben und ihr karitatives Engagement geben.
Die umstrittene Amazon-MGM-Studios-Doku Melania zeigte die 20 Tage vor Donald Trumps zweiter Amtseinführung und wurde für Amazon zum großen Verlustgeschäft. Nach Angaben der New York Times (Quelle auf Englisch) zahlte der Konzern Melania Trumps Produktionsfirma 40 Millionen Dollar für die Rechte an Melania und steckte weitere 35 Millionen Dollar in das Marketing des Films.
Von den Einnahmen sollen 28 Millionen Dollar direkt an die First Lady gegangen sein. Ein im Juni veröffentlichter Finanzbericht des US-Büros für Regierungs-Ethik zeigte außerdem, dass Melania den Trumps 10,71 Millionen Dollar aus dem Lizenzvertrag einbrachte.
Für Regisseur Brett Ratner war der Film zudem das erste Projekt seit Jahren. Mehrere Frauen, darunter die Schauspielerin Olivia Munn, hatten ihm sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen.
An den Kinokassen spielte der Film weltweit nur 16,6 Millionen Dollar ein – bei einem Gesamtbudget von 75 Millionen Dollar.
Kritiker verrissen den Film nahezu einhellig. Auch US-Abgeordnete nahmen ihn unter die Lupe und stellten öffentlich die Frage, ob die Doku gegen bundesweite Anti-Korruptionsgesetze verstoßen könnte.
Amazon-Gründer Jeff Bezos verteidigte die Investition als „gute geschäftliche Entscheidung“ und betonte, die Geschäfte seines Unternehmens mit Trump seien überparteilich.
In der Besprechung von Melania bei Euronews Culture bezeichneten wir den Film als „selbstzufriedenes Porträt eines Lebens in Privilegien“. Wir nannten ihn zudem „einen zynischen Versuch von Jeff Bezos, sich bei Trump beliebt zu machen“ und „einen Anti-Dokumentarfilm, der einzig dazu dient, Kasse zu machen – orchestriert von Leuten, die sich nur für Geld und das Weiterstricken leerer Mythen zur Stärkung der Marke Trump interessieren“.
Hier lesen Sie die vollständige Kritik.
Einen Starttermin für die neue Melania-Serie gibt es noch nicht. Die First Lady hat sich bislang nicht öffentlich geäußert.