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Euro-Inflation: Das sind die am schlimmsten betroffenen Länder

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Von Stefan Grobe  & Alice Tidey
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Von Estland bis Malta - die größte und die niedrigste Inflationsrate in der EU
Von Estland bis Malta - die größte und die niedrigste Inflationsrate in der EU   -   Copyright  AP Photo/Michael Probst

Die Inflation in der Eurozone dürfte im April ein Rekordhoch von 7,5 Prozent erreicht haben, aber nicht alle Länder, die die einheitliche Währung verwenden, werden gleichermaßen getroffen. Das geht aus vorläufigen Zahlen von Eurostat hervor.

Es wird prognostiziert, dass Estland unter den 19 Ländern, die den Euro verwenden, die höchste Inflation aufweist, wobei die Preise um 19 Prozent höher liegen als im April 2021. Dies ist ein Anstieg gegenüber März, als die jährliche Inflation in Estland 14,8 Prozent erreichte.

Estlands baltische Nachbarn – Litauen und Lettland – folgen mit zweistelligen Werten. Das liegt vor allem daran, dass die drei kleinen Staaten stark von ausländischen Importen abhängig sind, um ihren Energiebedarf zu decken, was sie besonders anfällig für globale Preisschwankungen macht.

Es wird erwartet, dass Energie im April mit 38 Prozent die höchste jährliche Teuerungsrate aufweist – verglichen mit 44,4 Prozent im März – gefolgt von Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak, für die eine Inflation von 6,4 Prozent gegenüber 5 Prozent im März erwartet wird.

Die Länder mit der niedrigsten Inflation sind voraussichtlich Finnland (5,6 %), Frankreich (5,4 %) und Malta (4,9 %).

Im Fall von Finnland und Frankreich wird dies einem stärker diversifizierten Energiemix zugeschrieben, während Malta, das auf aus dem Ausland importiertes Gas angewiesen ist, einen laufenden mehrjährigen Liefervertrag mit Aserbaidschan hat, der dazu beigetragen hat, die Preise stabil zu halten.

Die Eurozone und die gesamte Europäische Union sind bei weitem nicht die einzigen Regionen, die starke Preissteigerungen erlebten, wobei in den vergangenen Monaten auch in Großbritannien und den USA eine Rekordinflation beobachtet wurde.