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Moldau: Oligarch wegen Milliardenbetrugs zu 19 Jahren verurteilt

Vladimir Plahotniuc verlässt das Gebäude nach einer Presseerklärung in Chișinău, 24. Februar 2019
Vladimir Plahotniuc verlässt das Gebäude nach einer Presseerklärung in Chișinău, 24. Februar 2019 Copyright  AP Photo
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Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Der frühere Geschäftsmann, Abgeordneter und einstige Spitzenpolitiker der Demokratischen Partei der Republik Moldau floh 2019 aus dem Land, als er mit einer Reihe von Korruptionsvorwürfen konfrontiert wurde.

Ein Gericht in der Republik Moldau hat den Oligarchen Vladimir Plahotniuc am Mittwoch zu 19 Jahren Haft verurteilt. Er wurde für seine Rolle beim Verschwinden von rund einer Milliarde US-Dollar (etwa 850 Millionen Euro) aus dem Bankensystem des Landes schuldig gesprochen.

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Der frühere Geschäftsmann und Abgeordnete war 2019 aus Moldau geflohen, als gegen ihn mehrere Korruptionsvorwürfe erhoben wurden. Im Zentrum stand dabei ein komplexes Betrugssystem, durch das 2014 Gelder aus moldawischen Banken verschwanden – in Höhe von rund einem Achtel der Wirtschaftsleistung des Landes.

Plahotniuc war im vergangenen Jahr aus Griechenland ausgeliefert worden, nachdem er am Flughafen Athen Grundlage einer Interpol-Fahndungfestgenommen worden war. Das Urteil wurde am Mittwoch von einem Gericht in Chișinău verkündet. Zudem ordnete das Gericht die Beschlagnahmung von Vermögenswerten in Höhe von rund 60 Millionen US-Dollar (etwa 51 Millionen Euro) an, wie Staatsanwalt Alexandru Cernei mitteilte.

Vladimir Plahotniuc gestikuliert während einer Kundgebung in Chișinău, 9. Juni 2019
Vladimir Plahotniuc gestikuliert bei einer Kundgebung in Chișinău, 9. Juni 2019 AP Photo

Der 60-jährige Plahotniuc war bei der Urteilsverkündung am Mittwoch nicht anwesend. Er hatte die Vorwürfe zuvor zurückgewiesen und das Verfahren als "politisch motiviert" sowie "von Anfang an fehlerhaft" bezeichnet.

Sein Anwalt Lucian Rogac kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Es sei "eindeutig rechtswidrig", sagte er. "Der gesamte Prozess wurde in großer Eile geführt, mit zahlreichen Verstößen gegen die Rechte des Angeklagten", so Rogac. Nach Plahotniucs Rückkehr ins Land hatte die Staatsanwaltschaft in einem Verfahren im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Geldern aus drei Banken im Jahr 2014 eine Haftstrafe von 25 Jahren gefordert – die gesetzlich vorgesehene Höchststrafe.

Die Anklage wirft ihm unter anderem die Bildung und Leitung einer kriminellen Vereinigung, schweren Betrug sowie Geldwäsche in besonders großem Umfang vor. Der einflussreiche Geschäftsmann und Politiker wurde zudem 2022 wegen mutmaßlicher Korruption auf eine Sanktionsliste des US-Außenministeriums gesetzt.

Eine Frau geht vor dem dekorierten Regierungsgebäude in Chișinău spazieren, 26. September 2025
Eine Frau geht vor dem geschmückten Regierungsgebäude in Chișinău spazieren, 26. September, 2025 AP Photo

Zu den Vorwürfen zählte auch, dass Plahotniuc staatliche Strafverfolgungsbehörden kontrolliert haben soll, um politische und wirtschaftliche Rivalen gezielt ins Visier zu nehmen. Zudem wird ihm Einflussnahme auf Wahlen in der Republik Moldau vorgeworfen.

2022 wurde er auf eine Sanktionsliste des Vereinigten Königreichs gesetzt. Ihm ist die Einreise untersagt, zudem wurden seine Vermögenswerte in Großbritannien und den britischen Überseegebieten eingefroren. Darüber hinaus wird Plahotniuc beschuldigt, an prorussischen politischen Kampagnen beteiligt gewesen zu sein und versucht zu haben, den proeuropäischen Kurs der Republik Moldau zu untergraben.

Weitere Quellen • AP, AFP

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