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Drama in den Karpaten in Polen: 58-jährige Frau stirbt nach Angriff durch einen Bären

Zwei Braunbären suchen an den Brooks Falls im Katmai National Park and Preserve in Alaska nach Lachsen, 1. Oktober 2023.
Zwei Braunbären suchen an den Brooks Falls im Katmai National Park and Preserve in Alaska nach Lachsen, 1. Oktober 2023. Copyright  AP Photo/Mark Thiessen
Copyright AP Photo/Mark Thiessen
Von Tomasz Lezon
Zuerst veröffentlicht am
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Im Bieszczady-Gebirge in Südostpolen ist eine Frau von einem Bären angegriffen worden. Dabei wurde das Opfer so schwer verletzt, dass die Rettungsdienste nichts mehr für sie tun konnte. Die Frau und ihr Sohn waren im Wald zum Sammeln von etwas ganz Besonderem.

Ein dramatischer Vorfall hat sich am Donnerstag in dem Dorf Płonna im Bezirk Sanocki im Südosten Polens ereignet. Wie Polskie Radio Rzeszów berichtet, wurden die Rettungsdienste gegen 10:26 Uhr über einen Angriff auf eine 58-jährige Frau durch einen Bären informiert.

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"Die Meldung kam von ihrem Sohn", teilte Hauptmann Paweł Giba mit, der Sprecher der Feuerwehrzentrale des Bezirks Sanok - unweit der Grenze zur Slowakei und zur Ukraine.

Rettungsdienstte und Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren wurden sofort zum Einsatzort entsandt. Doch wegen des unwegsamen Waldgeländes trafen die Ersthelfer erst nach mehreren Minuten am Unfallort ein. Die Frau wurde schwer verletzt in einem bewaldeten Gebiet gefunden.

Die Rettungsaktion war komplex: einige Hilfskräfte erreichten die Unglücksstelle mit einem Quad, meldet TVP Rzeszów.

Die Frau und ihr Sohn wollten Hirschgeweihe sammeln

Nach Angaben der Einsatzkräfte waren die Verletzungen der Frau sehr schwer, dass ihr nicht mehr geholfen werden konnte.

Polizeibeamte, Feuerwehrleute und ein Arzt waren auch Stunden nach dem Bärenangriff vor Ort im Einsatz. Eine mit Langwaffen ausgerüstete Polizeistreife sollte die Gegend absichern, da die Situation als weiterhin gefährlich eingestuft wurde.

Unbestätigten Berichten zufolge befanden sich die Frau und ihr 27-jähriger Sohn im Wald, um Hirschgeweihe zu sammeln.

Im Frühjahr ist es am ehesten möglich, solche Funde zu machen. Gleichzeitig ist dies eine Zeit erhöhter Aktivität für Bären, die nach ihrem Winterschlaf wieder zum Leben erwachen. Menschen, die auf der Suche nach Geweihen sind, bewegen sich oft abseits der ausgewiesenen Pfade, was das Risiko einer unerwarteten Begegnung mit diesen Tieren erhöht.

Der Leiter des Bezirks Sanok bezeichnete den Vorfall als eine große Tragödie. Er betonte, die Frau sei an den Folgen des Bärenangriffs gestorben. Er wies auch darauf hin, dass die Bären zwar äußerst wichtige Tiere für das Ökosystem sind, ihr übermäßiges Vorkommen jedoch eine Gefahr für die Anwohner darstellen kann.

Zuletzt waren vor allem aus Japan mehrere Bärenangriffe gemeldet worden.

Weitere Quellen • Polskie Radio Rzeszów, TVP Rzeszów

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