Das neue EU-Fahrgastpaket soll Bahnreisen mit mehreren Anbietern einfacher machen. Wie das funktioniert, erklärt der Euronews-KI-Chatbot.
Am 13. Mai kündigte die Europäische Kommission an, Bahnreisen quer durch Europa einfacher machen zu wollen. Das neue Fahrgastpaket soll Buchungen erleichtern und die Rechte der Fahrgäste stärken.
Eine Eurobarometer-Umfrage aus dem Jahr 2025 zeigt, dass 25 Prozent der Befragten Schwierigkeiten haben, Tickets über mehrere Bahnanbieter hinweg zu buchen. 22 Prozent bemängeln ein zu geringes Angebot auf Buchungsplattformen. 76 Prozent schrecken vor grenzüberschreitenden Bahnreisen zurück, weil es keine durchgehenden Tickets gibt.
Der Ticketkauf für Regional-, Fern- und grenzüberschreitende Züge soll sich damit grundlegend ändern. Künftig sollen Fahrgäste nicht mehr für jede Etappe auf unterschiedlichen Plattformen ein eigenes Ticket buchen müssen. Stattdessen soll eine gesamte Reise mit nur einem Fahrschein möglich werden.
Fahrgäste sollen Angebote mehrerer Bahngesellschaften auf ihrer bevorzugten Buchungsplattform in einem Schritt finden, vergleichen und zu einem einzigen Ticket zusammenführen können.
Verpassen sie auf einer Reise mit mehreren Anbietern einen Anschlusszug, sollen sie künftig Unterstützung erhalten – etwa durch Umbuchung, Erstattung oder Entschädigung. Derzeit gelten diese Schutzrechte nur, wenn ein einzelnes Eisenbahnunternehmen das Ticket ausstellt.
Dafür sollen die Mitgliedstaaten die Umsetzung der EU-Richtlinie zu Intelligenten Verkehrssystemen (ITS) für grenzüberschreitende Verkehrsnetze beschleunigen.
Mit dem Einzelticket will die Kommission zudem für fairen Wettbewerb im Buchungsmarkt sorgen. Größere Anbieter sollen verpflichtet werden, Angebote neutral darzustellen.
Die Kommission leitet ihren Vorschlag nun an Parlament und Rat weiter. Beide Institutionen müssen ihn noch prüfen und billigen.
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