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US-Botschafter: Trump weiterhin enttäuscht von der NATO wegen Iran

Der US-Botschafter bei der EU Andrew Puzder spricht am Freitag, dem fünften Juni 2026, beim Brussels Economic Security Forum mit Euronews.
US-Botschafter bei der EU Andrew Puzder im Gespräch mit Euronews beim Brüsseler Forum für wirtschaftliche Sicherheit am Freitag, dem fünften Juni 2026. Copyright  Euronews
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Von Shona Murray
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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US-Botschafter bei der EU Andrew Pudzer nennt es einen großen Fehler der NATO-Verbündeten, die USA im Iran-Krieg nicht zu unterstützen; Europa sei dazu verpflichtet gewesen.

US-Präsident Donald Trump ist weiterhin verärgert über NATO-Länder. Diese hätten den USA nicht beigestanden, als Washington den Krieg gegen den Iran begann, warnte der US-Botschafter bei der EU, Andrew Pudzer.

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Auf die Frage, ob Trumps Enttäuschung über die europäischen Staaten in den vergangenen Wochen nachgelassen habe, antwortete Pudzer: „Ich glaube nicht, dass sie sich gelegt hat.“

Er wisse nur, Trump sei „sehr enttäuscht“.

Ärger in den USA über Europas verweigerte Iran-Hilfe

Der US-Präsident reagierte empört, als einige europäische Staaten, darunter Spanien und Italien, der US-Armee ihre Stützpunkte verweigerten. In manchen Fällen machten sie sogar ihren Luftraum für Kampfflugzeuge mit Munition auf dem Weg in den Iran dicht.

Der britische Premierminister Keir Starmer untersagte den USA zunächst, britische Militärbasen auf Zypern für Angriffe zu nutzen. Später gab er nach und berief sich auf einen „konkreten und begrenzten Verteidigungszweck“.

Deutschland schränkte den Zugang zu US-Stützpunkten zwar nicht ein, doch die Bundesregierung kritisierte die Kriegsziele und die Strategie immer wieder. Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte: „Das ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht begonnen.“

Trump sieht Europa in der Pflicht

Pudzer zufolge ist die Regierung Trump überzeugt, Europa sei verpflichtet gewesen, zumindest grundlegenden Zugriff zu erlauben. Sie verweist dabei auf den jahrzehntelangen Schutz Europas durch die USA.

„Wir unterhalten seit Jahrzehnten Stützpunkte in Europa, die wir finanzieren und sichern. Wir haben Länder im Krieg gerettet und waren ein sehr verlässlicher Verbündeter“, sagte er Euronews am Freitag am Rande des Brussels Economic Security Forum.

„Wenn man uns dann nicht einmal den Überflug über das eigene Land oder die Nutzung unserer Basen dort erlaubt, wird die Stimmung in den Vereinigten Staaten – und insbesondere bei Präsident Trump – sehr schlecht“, so Pudzer.

USA zweifeln an Zuverlässigkeit europäischer Partner

Die USA und Israel begannen am 28. Februar umfangreiche Luftangriffe auf Ziele im Iran. Teheran schloss daraufhin faktisch die Straße von Hormus, eine Schlüsselschifffahrtsroute, über die rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen läuft.

Seitdem liegt der Seeweg weitgehend lahm. Die Energiepreise schossen in die Höhe und die globale Lage geriet weiter aus dem Gleichgewicht.

Pudzer zufolge brachte das die USA dazu, die Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit ihrer europäischen Partner grundsätzlich infrage zu stellen. „Wir wollten lediglich über die Länder fliegen, die wir verteidigt haben, und die Luftwaffenstützpunkte nutzen. Wenn ihr dazu nicht bereit seid – wozu dann?“, sagte er.

Schaden für die transatlantischen Beziehungen

Trump machte seinen Ärger in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich und beschimpfte seine NATO-Verbündeten in sozialen Medien als „Feiglinge“. Er kündigte zudem an, sich genau zu merken, wie sie die Bitte der US-Armee um Unterstützung zurückgewiesen hätten.

Seitdem hat Washington zahlreiche US-Fähigkeiten gestrichen, die der NATO im Kriegsfall auf dem europäischen Kontinent zur Verfügung standen. Zudem kündigte Trump Truppenreduzierungen in Europa an – mitten in einem öffentlichen Streit mit dem deutschen Kanzler Frederic Merz über den Iran.

Ende April erklärte Merz, die Verhandler des Weißen Hauses würden von der iranischen Führung „gedemütigt“.

„Ein ganzes Land wird von der iranischen Führung erniedrigt, vor allem von diesen sogenannten Revolutionsgarden. Ich hoffe sehr, dass das so schnell wie möglich endet“, sagte Merz. Zugleich kritisierte er die aus seiner Sicht „fehlgeleiteten“ Ziele Washingtons beim Entschluss zum Krieg.

Trump konterte in sozialen Medien, „der Kanzler von Germany [sic] sollte mehr Zeit darauf verwenden, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden (wo er völlig wirkungslos war!) und sein kaputtes Land zu reparieren“.

Seitdem hat eine von Großbritannien und Frankreich angeführte internationale Koalition, die nach Ende der Kämpfe die Meerenge wieder öffnen will, Marineverbände und Personal in die Region entsandt.

Die Operation wurde rasch aufgestellt – auch, um den tiefen Riss zu kitten, den die anfängliche Zurückhaltung der Europäer ausgelöst hat.

Auf die Frage, ob die anfängliche Reaktion Europas ein „großer Fehler bei einer kleinen Bitte“ gewesen sei, antwortete Pudzer: „Ich würde sagen, das trifft es sehr gut.“

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