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Jetzt abstimmen: Hat die EU ein Drogenproblem?

Deutschland: Polizei findet Beutel mit Kokain
Deutschland: Beutel mit Kokain entdeckt Copyright  Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Leticia Batista Cabanas
Zuerst veröffentlicht am
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Der europäische Rat hat erstmals einen Drogenrahmen beschlossen: Die EU will damit den Konsum und drogenbedingte Kriminalität im Binnenmarkt deutlich senken.

Die Drogenstrategie der EU ist die ehrgeizige Antwort des Rates auf die wachsende Sorge über den Konsum und Handel von Drogen in Europa. Ein Bericht der EU-Drogenagentur vom Juni meldet mindestens 7.600 Drogentote durch Überdosierung pro Jahr.

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Der Handel mit synthetischen Substanzen hat in einem Jahrzehnt um mehr als 1.000 Prozent zugenommen. Kriminelle Netzwerke passen sich dem stärkeren Druck der Ermittlungsbehörden an und weichen mit Kokainlieferungen auf kleinere Regionalhäfen aus.

Insgesamt konsumieren damit mehr als 29 Millionen Erwachsene in Europa verbotene Substanzen. Jedes Jahr führt das zu mehr als einer Million Beschlagnahmen durch Polizei und Zoll.

Der neue Rahmen des Rates, der im politischen Konsens einstimmig beschlossen wurde, verpflichtet große Seehäfen der EU zu Allianzen und enger Abstimmung. Er zielt außerdem auf die Finanzströme des Drogenhandels und verbietet bestimmte Chemikalien, um die Produktion synthetischer Drogen zu stoppen. So will die EU kriminelle Organisationen systematisch und mit Nachdruck zerschlagen.

Im Gesundheitsbereich setzt die Strategie auf städtische Monitoring-Netzwerke, frei verfügbare Notfallmedikamente gegen Überdosierungen und eine bessere Finanzierung integrierter Behandlungsangebote. Diese Programme richten sich besonders an marginalisierte Gruppen, die am stärksten von drogenbedingten Problemen betroffen sind.

Geht der neue Rahmen zu weit? Oder ist er angesichts des steigenden Drogenkonsums in der EU längst überfällig? Sind die Mitgliedstaaten bereit für die Umsetzung? Unsere Umfrage ist anonym und dauert nur wenige Sekunden. Die Ergebnisse fließen in unsere EU-weite XL-Berichterstattung ein – in Videos, Artikeln und Newslettern – und helfen uns, unsere Recherchen zu schärfen, wenn wir untersuchen, wie Europa seine Position im Zeitalter der künstlichen Intelligenz sichern kann.

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