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Trump-Attacke auf Meloni: Italiener Sender veröffentlicht Audioaufnahme

US-Präsident Donald Trump spricht beim G7-Arbeitsessen in Evian-les-Bains in Frankreich mit Italiens Premierministerin Giorgia Meloni am sechzehnten Juni.
US-Präsident Donald Trump spricht beim G7-Arbeitsmittagessen in Evian-les-Bains mit Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni am 16. Juni. Copyright  (Evelyn Hockstein/Pool Photo via AP)
Copyright (Evelyn Hockstein/Pool Photo via AP)
Von Gabriele Barbati
Zuerst veröffentlicht am
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Das von LA7 veröffentlichte, von Washington freigegebene Audio bestätigt Trumps Aussagen über Meloni. Die Ministerpräsidentin mahnte Ruhe an, doch der US-Präsident legte in sozialen Netzwerken und italienischen Medien nach.

Affäre um Trumps Beleidigungen gegen Giorgia Meloni sorgt in Italien weiter für Schlagzeilen. Es geht nicht nur um den breiten Zuspruch für die entschlossene Antwort der italienischen Regierungschefin, die klargestellt hat, dass sie auf das Thema nicht zurückkommen will, sondern auch um die genauen Worte, die der US-Präsident an sie gerichtet hat.

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Die politische Honeymoon-Phase zwischen den beiden Staats- und Regierungschefs war bereits im Frühjahr jäh zu Ende gegangen. Anlass war die Weigerung Italiens, den USA Militärbasen im eigenen Land für einen Angriff auf den Iran zur Verfügung zu stellen. Trump meldete sich jedoch nach dem G7-Gipfel in Evian erneut über soziale Netzwerke bei Meloni zu Wort.

Der US-Präsident erklärte am Freitag in einem Interview mit dem italienischen Sender LA7, die Regierungschefin habe ihn „angefleht“, ein gemeinsames Foto zu machen, und er habe ihr „deshalb Mitleid“ gehabt.

Tags darauf legte er auf Truth nach und stellte die Beliebtheit Melonis in Italien infrage. Daraufhin konterte sie, er solle sich lieber um seine eigene Popularität kümmern, die seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus auf einem Tiefpunkt liegt.

Die Auseinandersetzung löste zahlreiche Reaktionen in der italienischen Politik aus, sodass die Regierungschefin ihre Minister aufforderte, den Ton zu mäßigen. Sie ließ zugleich bestätigen, dass Italien an allen geplanten Terminen festhält – beginnend mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung über kritische Mineralien in dieser Woche und den Feierlichkeiten zum amerikanischen Unabhängigkeitstag Anfang Juli bis hin zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Staats- und Regierungschefs beim Nato-Gipfel am 7. Juli in der Türkei.

Trump bekräftigte seine Angriffe jedoch in weiteren Interviews, etwa am Montag bei Tgcom24 (Quelle auf Italienisch). Dort sagte er, die Vereinigten Staaten seien von der Nato „schlecht behandelt“ worden und Meloni sei „eine der Schlimmsten“ gewesen.

Aus diesem Grund entschied der Sender LA7 am Donnerstag, den vollständigen Audio-Mitschnitt des Interviews aus der Vorwoche zu veröffentlichen – inklusive des umstrittenen Satzes über das Foto, das Meloni dem Präsidenten angeblich abverlangt habe.

Trump über das Foto mit Meloni: So fiel die umstrittene Aussage

Die Aussagen des US-Präsidenten direkt nach dem G7 waren bisher nur als schriftliche Mitschrift verfügbar, wie es das Protokoll des Weißen Hauses für Interviews vorsieht.

Angesichts der politischen Wellen, die der Fall schlug, und der Zweifel, ob der Präsident tatsächlich derart verletzende Formulierungen benutzt hatte, bat der Sender um die Veröffentlichung des Telefon-Audiomitschnitts (Quelle auf Italienisch) mit dem Journalisten Daniele Compatangelo.

Am Dienstagmorgen sendete die LA7-Sendung L'Aria che tira das kurze Interview. Auf eine Frage Compatangelos zur Ukraine und zur internationalen Lage geht Trump in seiner Antwort sofort zur italienischen Regierungschefin über.

„Wie geht es Ihrer Regierungschefin?“ fragt Trump den LA7-Reporter, der daraufhin wissen will, was er zu seinem Verhältnis zu Meloni sagen könne. „Sie wollte um jeden Preis ein Foto mit mir“, fährt Trump fort, „ich hätte es eigentlich gar nicht gemacht, aber sie tat mir leid“.

Die Formulierung „I felt sorry for her“ wurde später von einigen, um die Spannungen zu entschärfen, als „mi è dispiaciuto per lei“ wiedergegeben, also „es hat mir für sie leid getan“. Umgangssprachlich liegt jedoch – und so kursierte es von Anfang an – eher „mi ha fatto pena“ nahe. Im Deutschen entspricht das eher „Ich hatte Mitleid mit ihr", vor allem, wenn man den Tonfall berücksichtigt, den Trump im Audio anschlägt.

In knapp zwei Minuten Gespräch teilt der Präsident außerdem gegen Europa aus. „Die Europäer haben bei der Energie und bei der Einwanderung alles falsch gemacht“, sagt er. „Die Einwanderung ist ein Desaster und die Energiepolitik mit all diesen Windrädern, die ein Fehlschlag sind, ist ebenfalls ein Desaster“.

Mitten in der Energiekrise, ausgelöst durch die Schließung der Straße von Hormus, ist die Frage der Energiequellen in Europa besonders heikel. Die Staaten ringen darum, ob sie – wie Spanien – massiv in erneuerbare Energien investieren, stärker auf eine breite Palette fossiler Brennstoffe setzen oder auf eine nukleare Zukunft, wie es Italien ins Spiel bringt.

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