Loader
Finden Sie uns
Werbung

Hilfeschrei aus Südeuropa: Madrid ruft wegen Bränden Notstand aus

Waldbrände breiten sich nahe der Region Le Proge in Westfrankreich aus, Donnerstag, 23. Juli 2026.
Waldbrände rücken nahe der Region Le Proge im Westen Frankreichs vor, Donnerstag, 23. Juli 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Copyright Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopieren Copy to clipboard Link kopiert!

Die Feuer bedrohen die Metropolregion der Hauptstadt Madrid. Auch Frankreich kämpft gegen verschiedene Brände und hat die Europäische Union um Hilfe gebeten. Teile der italienischen Ferieninsel Sizilien stehen ebenfalls in Flammen.

Wald- und Buschbrände fressen sich weiter durch die Ländern Südeuropas. In Frankreich, Spanien und Italien laufen bereits zahlreiche Evakuierungen. Die Einsatzkräfte kämpfen gegen Flammen, die durch große Hitze und starke Winde immer wieder neu angefacht werden.

WERBUNG
WERBUNG

Spanien hat wegen der Brände in der Umgebung der Hauptstadt Madrid und in der Provinz Ávila den nationalen Notstand ausgerufen. Die Feuer verwüsten ganze Landstriche und bedrohen Ortschaften.

Die Behörden meldeten am Freitagmorgen, die Feuer in den westlich von Madrid gelegenen Gemeinden Villa del Prado und San Martín de Valdeiglesias seien weiterhin „außer Kontrolle“ sind. Einsatzteams konnten ihre Ausbreitung in den vergangenen Stunden jedoch etwas bremsen.

Aus der Region sind bereits Tausende Menschen in Sicherheit gebracht worden. Gleichzeitig erwarten Meteorologen für Teile Spaniens am Freitag Temperaturen von bis zu 44 Grad Celsius.

Frankreich: Brände in Gironde und Provence

Frankreich hat die Aktivierung des Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union beantragt. Auch Westeuropa kämpft weiter mit schweren Waldbränden und großer Hitze.

In einem Beitrag in sozialen Netzwerken erklärt Präsident Emmanuel Macron, die Lage bleibe „äußerst angespannt“, besonders im südwestlichen Département Gironde. Dort haben Feuer bereits mehr als 8.700 Hektar Land zerstört.

Wir können bald auf Verstärkung zählen: zwei Canadair-Löschflugzeuge aus Kroatien, zwei Air-Tractor-Maschinen aus Portugal und zwei schwere Black-Hawk-Hubschrauber aus Tschechien und der Slowakei.
Emmanuel Macron
Frankreichs Staatspräsident

Der Brand in der Gironde ist am Dienstag bei Saumos ausgebrochen. Seitdem frisst er sich in Richtung Le Porge und Lège-Cap-Ferret vor, wo Bewohner ihre Häuser verlassen mussten. In der Region wurden bislang rund 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht.

Macron würdigt außerdem zwei Feuerwehrleute, die am Dienstag beim Löscheinsatz im Vorort Mérignac bei Bordeaux ums Leben kamen.

„Ich spreche ihren Familien, ihren Angehörigen und den Feuerwehrleuten Frankreichs das Beileid, den Dank und die Unterstützung der Nation aus“, schreibt er auf X.

Im Jahr 2022 zwangen Brände in der Gironde fast 50.000 Menschen zur Flucht. Mehr als 30.000 Hektar Wald gingen damals in Flammen auf.

Derzeit brennt es auch rund um die Dörfer Correns und Montfort-sur-Argens im Département Var im Südosten Frankreichs. Bis Donnerstagabend waren dort 2.700 Hektar verkohlt. Nach Angaben der Behörden sind rund 800 Feuerwehrleute mit Unterstützung aus der Luft im Einsatz.

Forstaufseher machen eine Pause, bevor sie am Mittwoch, dem 22. Juli 2026, zum Brand bei Condemios de Arriba in der Provinz Guadalajara in Spanien zurückkehren.
Forstaufseher machen eine Pause, bevor sie am Mittwoch, dem 22. Juli 2026, zum Brand bei Condemios de Arriba in der Provinz Guadalajara in Spanien zurückkehren. Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.

Italien: Feuer auf Ferieninsel Sizilien

In Italien sind rund 6.000 Einsatzkräfte im Kampf gegen Brände auf Sizilien im Einsatz. Unter ihnen sind Feuerwehrleute, Forstbedienstete und Mitarbeiter des Zivilschutzes.

Nach Angaben der Regionalregierung befinden sich die „kritischsten Brandherde“ in oder um Casaboli, Bivona, Alimena, San Cataldo, Galati Mamertino, Teilen des regionalen Naturparks Madonie und dem Raum Syrakus.

Ein Feuerwehrmann namens Alessandro Marchi ist Anfang der Woche bei einem Einsatz in San Cataldo ums Leben gekommen. In einer Erklärung zeigt sich Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni „zutiefst betroffen“ von der Nachricht von Marchis Tod.

„Er hat sein Leben verloren, als er in San Cataldo ein großes Feuer bekämpfte. Er erfüllte seine Pflicht bis zum Schluss mit Mut, Hingabe und einem außergewöhnlichen Verantwortungsbewusstsein“, schreibt sie auf X.

Nach Angaben des Europäischen Waldbrandinformationssystems haben Brände seit Jahresbeginn bis einschließlich Mittwoch EU-weit 254.388 Hektar Land zerstört. Das ist mehr als der langfristige Durchschnitt, aber weniger als die 270.449 Hektar, die im Jahr 2025 im gleichen Zeitraum verbrannten.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Waldbrand in Südwestfrankreich: Tausende Menschen evakuiert

Waldbrände wüten in Teilen Frankreichs, Spaniens und Italiens

Luftaufnahmen zeigen Ausmaß des Waldbrands bei La Mierla in Spanien