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Kleinflugzeug kracht in Wohnhaus – Pilot stirbt, Suche nach weiterem Insassen

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Symbolbild Copyright  Pixabay, Franz W.
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Von Verena Schad
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Schweres Flugzeugunglück in Niedersachsen: Ein Kleinflugzeug ist in Ganderkesee in den Dachstuhl eines Wohnhauses gestürzt. Der Pilot kam ums Leben, nach einem möglichen weiteren Insassen wird gesucht. Die Hausbewohner hatten großes Glück.

Ein Kleinflugzeug ist am Samstagvormittag in Ganderkesee im Landkreis Oldenburg in den Dachstuhl eines Wohnhauses gestürzt. Nach Angaben der Polizei kam dabei der Pilot ums Leben. Rettungskräfte suchen nach einem möglichen weiteren Insassen, der sich an Bord befunden haben könnte.

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Der Absturz war kurz nach 11 Uhr. Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall, bevor sich die Maschine mit der Flugzeugnase durch das Dach des Hauses bohrte. Das Cockpit wurde dabei vollständig zerstört, Trümmerteile verteilten sich rund um das Gebäude.

Die Bewohner des Hauses entgingen nur knapp der Katastrophe: Nach Angaben der Polizei befand sich die Familie zum Zeitpunkt des Absturzes nicht zu Hause. Weitere Verletzte gab es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Suche mit Drohnen

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst rückten mit einem Großaufgebot an. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine zweite Person in dem Flugzeug befand. Deshalb wird das Gelände unter anderem mit Drohnen abgesucht.

Bei der Unglücksmaschine handelt es sich um ein einmotoriges, viersitziges Leichtflugzeug des italienischen Herstellers Tecnam. Die Maschine ist rund 7,5 Meter lang und verfügt über eine Spannweite von etwa 10,5 Metern. Nach ersten Informationen soll sie kurz vor dem Absturz vom Flughafen Bremen gestartet sein.

Warum das Flugzeug abstürzte, ist bislang unklar. Die Ermittlungen zur Unfallursache werden voraussichtlich von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) übernommen.

Wie häufig sind Abstürze von Kleinflugzeugen?

Schwere Unfälle mit Kleinflugzeugen sorgen regelmäßig für Schlagzeilen, sind gemessen an der Zahl der Flüge aber vergleichsweise selten. Nach Angaben der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) wurden im Jahr 2024 in Deutschland 129 Unfälle in der zivilen Luftfahrt registriert. Die meisten davon betrafen leichte Flugzeuge und Segelflugzeuge. Elf Unfälle endeten tödlich, dabei starben zwölf Menschen.

Luftfahrtexperten weisen darauf hin, dass sich die Unfallursachen bei Kleinflugzeugen deutlich von denen im Linienverkehr unterscheiden. Häufig spielen menschliche Faktoren wie Fehleinschätzungen des Wetters, mangelnde Flugpraxis oder Fehler in kritischen Flugphasen wie Start und Landung eine Rolle. Technische Defekte sind dagegen seltener die Hauptursache.

Mehrere Unglücke in den vergangenen Monaten

Erst im Mai kamen beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Limburgerhof (Rheinland-Pfalz) zwei Menschen ums Leben. Wenige Wochen zuvor war bei Hürtgenwald ein Fluglehrer gemeinsam mit seinem Flugschüler abgestürzt. Im vergangenen Jahr starb zudem ein Pilot nach einem Motorproblem kurz nach dem Start in Sankt Augustin-Hangelar, seine Tochter überlebte schwer verletzt. Die BFU führte den Absturz später auf den Ausfall einer Kraftstoffpumpe zurück.

Ob ein technischer Defekt, ein medizinischer Notfall oder ein Pilotenfehler zum Unglück von Ganderkesee führte, ist derzeit noch völlig offen. Die Ermittlungen dauern an.

Weitere Quellen • NDR, BFU

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