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IFA 2026: Xiaomi will Smart-Home-Autos ab 2027 auf Europas Straßen bringen

Xiaomi auf der IFA 2026
Xiaomi auf der IFA 2026 Copyright  Euronews
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Von Donogh McCabe & Sonja Issel
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Xiaomi will mehr als Smartphones: Auf der IFA 2026 kündigt der Konzern Elektroautos für Europa ab 2027 an, vernetzt mit dem Smart-Home-System Human x Car x Home.

Xiaomi ist zwar noch immer vor allem für seine Smartphones bekannt. Auf der IFA 2026 stellte das chinesische Technologieunternehmen jedoch Pläne für eine Zukunft vor, die nicht mehr in die Hosentasche passt.

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Haushaltsgeräte und vernetzte Produkte nehmen im Geschäft des Konzerns einen immer größeren Platz ein. Jetzt rückt Xiaomi die Mobilität auf vier Rädern stärker in den Vordergrund, und dieser Kurswechsel ist auf der IFA unübersehbar.

Im Ausstellungsbereich des Unternehmens in Berlin stoßen Besucher gleich am Anfang auf ein futuristisch wirkendes Auto mit dem vertrauten Xiaomi-Logo, nur in ganz anderer Größe.

In China gehören Xiaomi-Autos bereits zum Straßenbild. Nun will der Konzern seine Fahrzeuge auch auf Europas Straßen bringen.

In diesem Zuge kündigte Xiaomi auf der IFA 2026 an, seine Elektroautos ab 2027 auch in Europa auf den Markt zu bringen. Das markiert die nächste Phase der Expansion über Smartphones und Unterhaltungselektronik hinaus.

Xiaomi hat auch sein Angebot an Haushaltsgeräten und vernetzten Produkten ausgebaut.
Xiaomi hat auch sein Angebot an Haushaltsgeräten und vernetzten Produkten ausgebaut. Euronews

Allein der Verkauf von Autos ist jedoch nicht das langfristige Ziel. Wie viele Technologieunternehmen auf der IFA konzentriert sich Xiaomi zunehmend darauf, verschiedene Bereiche des Alltags miteinander zu verknüpfen.

Xiaomi nennt seinen Ansatz „Human x Car x Home“, ein Ökosystem, das persönliche Geräte, das Auto und die Technik im Haushalt miteinander verbindet. In der Praxis soll das ermöglichen, das Zuhause vom Fahrersitz aus zu steuern.

Euronews hat sich Xiaomis Konzept auf der IFA 2026 genauer angesehen und geprüft, wie dieses Ökosystem funktionieren soll.

„Human x Car x Home“: Xiaomis vernetztes Alltagskonzept

Xiaomi will das Auto nicht als isoliertes Produkt verstehen, sondern als Teil desselben vernetzten Systems, das bereits Geräte im Haushalt verbindet. Ziel ist, dass Nutzer sich zwischen verschiedenen Umgebungen bewegen, ohne den Kontakt zu den digitalen Helfern zu verlieren, auf die sie täglich angewiesen sind.

Euronews
Euronews At IFA, Xiaomi presented its "Human × Car × Home" ecosystem, connecting cars, smartphones and home devices.

Auf der IFA zeigte Xiaomi, wie das konkret aussehen kann. Aus dem Auto heraus konnten Nutzer Geräte in der Wohnung steuern, etwa vernetzte Vorhänge öffnen oder schließen und die Klimaanlage ein- oder ausschalten.

Damit wird das Auto zu einer weiteren Steuerzentrale für das smarte Zuhause. Wer zum Beispiel gerade die Arbeit verlässt, kann die Klimaanlage schon auf dem Heimweg anpassen, andere vernetzte Geräte lassen sich direkt aus dem Fahrzeug heraus bedienen.

Nach Angaben des Unternehmens bilden KI und das eigene Betriebssystem HyperOS die technologische Brücke zwischen diesen Geräten. Langfristig soll das Zusammenspiel über die manuelle Steuerung einzelner Haushaltsgeräte hinausgehen: KI soll kontextbezogene Informationen nutzen, um Systeme im Auto, auf dem Smartphone und im Haushalt aufeinander abzustimmen.

Für Xiaomi ist das Auto damit nicht nur eine neue Produktkategorie, sondern ein weiterer Baustein eines größeren vernetzten Ökosystems, das die eigene Technologie von Smartphones und Haushalt auf die Straße erweitert.

Neben den konkreten Plänen lässt Xiaomi bewusst Raum für Visionen und lotet aus, was in Zukunft darüber hinaus möglich sein könnte.

Xiaomis Vision Gran Turismo
Xiaomis Vision Gran Turismo Euronews

Zu den auf der IFA gezeigten Studien gehört der Xiaomi Vision Gran Turismo. Das elektrische Hypercar-Konzept entstand für die Rennspielreihe Gran Turismo und soll neue Ideen zu Design, Aerodynamik und digitaler Interaktion erproben.

Vorerst bleibt das Fahrzeug jedoch eine reine Studie und kein Ausblick auf ein Serienmodell, das in absehbarer Zeit auf die Straße kommt.

Europa-Start: Xiaomi setzt auf lokale Partner

Trotz dieses Spielraums für Experimente machte Xiaomi zugleich deutlich, dass die Europa-Pläne über Konzeptfahrzeuge hinausgehen. Auf der Pressekonferenz am 3. September stellte das Unternehmen entscheidende Weichen für den geplanten Markteintritt.

Bei einer Unterzeichnungszeremonie schloss Xiaomi Absichtserklärungen mit acht deutschen Autohausgruppen: Emil Frey Germany, der Ernst Dello Gruppe, Autohaus Dinnebier, Hahn Automobile, der LUEG Mobility Group, Fett & Wirtz, SPT Avior und Penske-Jacobs.

Deutschland soll dabei nur der Auftakt sein. Xiaomi plant vergleichbare Partnerschaften auch in anderen europäischen Märkten.

„Europa ist ein Schlüsselmarkt für unsere globale Strategie“, sagte Xiaomis Marketingchef Xu Fei auf der Pressekonferenz.

Der Konzern will seine Pläne mit erheblichen Investitionen untermauern. Zwischen 2026 und 2030 will Xiaomi weltweit mehr als 24 Milliarden € in Forschung und Entwicklung stecken, mit Schwerpunkten unter anderem auf KI, Betriebssystemen, Halbleitern, intelligenten Fahrzeugen, Robotik und smarter Fertigung.

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