Der Abschnitt zwischen Clot und Gloriès ist nach einem Brand an der Oberleitung gesperrt. Techniker sehen herabgefallene Tunnelteile als Ursache. Rettungsdienste betreuten 137 Verletzte, 39 kommen in Kliniken.
Die Linie 1 des Metronetzes von Barcelona durchquert fast die gesamte katalanische Hauptstadt. An ihren Enden verbindet sie die Gemeinden Santa Coloma und L'Hospitalet de Llobregat. Am Montag ist in einem der Tunnel ein Feuer ausgebrochen.
Kurz nach Ausbruch des Feuers brachten Rettungskräfte 39 Menschen in verschiedene Krankenhäuser der Stadt (Sant Pau, Sagrat Cor, Mar) und in vier CUAP-Zentren, wie die Notfallpraxen in der Stadt heißen. Grund war der Rauch, der sich gegen 17.45 Uhr an diesem Montag in den Tunneln ausbreitete. Der Notdienst SEM versorgte insgesamt 137 Menschen. Schwere Verletzungen wurden nicht verzeichnet.
Wichtiger Abschnitt der Linie 1 gesperrt
In sozialen Netzwerken kursieren Videos, die dichte Rauchschwaden zeigen, der bis auf die Straße drang. Die Abschnitte zwischen den Stationen Sants-Plaça Catalunya und La Sagrera-Fondo blieben zunächst weiter gesperrt. Somit ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen der katalanischen Hauptstadt lahmgelegt. Die Station der Linie zwei in El Clot ist dagegen wieder für Fahrgäste geöffnet.
Tunnelauskleidung als Brandursache?
Nach Angaben der Feuerwehr löschten Einsatzkräfte den Brand an der Oberleitung gegen 20.00 Uhr. Die genaue Ursache stand zuletzt noch nicht fest. Der Geschäftsführer der Transportes Metropolitanos de Barcelona (TMB), Xavier Flores, erklärte jedoch, die Techniker gingen davon aus, dass eine Tunnelauskleidung auf das stromführende Kabel gestürzt sei.
Die Feuerwehr hat die betroffenen Züge evakuiert und sichergestellt, dass sich keine Fahrgäste mehr in der Nähe aufhielten. Sebastià Massagué, Leiter der Feuerwehr, sagte, alle von Rauch betroffenen Tunnel würden nun gelüftet.
Viele Fahrgäste berichteten dem Sender „Betevé“, sie hätten die Umgebung unter Atemnot verlassen müssen. Viele von ihnen erhielten von den alarmierten Rettungsdiensten Atemschutzmasken.