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Migrantenkrise: Trump vergleicht Lage in Ceuta mit "Invasion"

US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus, 30. Juli 2026
US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus, 30. Juli 2026 Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Rafael Salido
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Der US-Präsident hat den Ansturm von rund 60.000 Menschen auf Ceuta mit einer "Invasion" verglichen und extreme linke Politik dafür verantwortlich gemacht. Wieder einmal liegen Spanien und die USA über Kreuz.

US-Präsident Donald Trump hat die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta an diesem Freitag mit einer "Invasion" verglichen und als "schrecklich" bezeichnet, nachdem in den vergangenen Stunden rund 60.000 Menschen die Grenze von Marokko aus unerlaubt überquert hatten.

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"Es ist schrecklich", sagte Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News. "So wird es bei uns in drei Jahren aussehen, wenn das falsche Lager gewinnt", fügte er mit Blick auf die Zwischenwahlen im November in den USA hinzu.

Der Republikaner, für den der Kampf gegen Migration zu einem Markenzeichen seiner Präsidentschaft geworden ist, warnte, dass die US-Bürger "nicht sehr gut leben" würden, falls die Demokraten die Kontrolle über den Kongress zurückeroberten.

Laut Berichten lokaler Medien macht die Führung im Weißen Haus "globalistische Politik der extremen Linken" für die Situation in Ceuta verantwortlich. Dort sind mindestens 43 Menschen in den vergangenen Stunden ums Leben gekommen, viele von ihnen beim Versuch, von Marokko aus zur Autonomen Stadt hinüberzuschwimmen.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez reiste an diesem Freitag nach Ceuta. Er machte die "Mafia", die Menschenhandel betreibt, für die Vorgänge verantwortlich, die, wie er sagte, "unseren Tadel" und "unsere Verurteilung auf der höchstmöglichen Ebene" verdienen.

Nach Angaben des Innenministeriums, über die lokale Medien berichten, sind rund 37.500 Menschen, die seit Donnerstag unerlaubt über die Autonome Stadt auf spanisches Territorium gelangt sind, schon wieder nach Marokko zurückgekehrt.

Aus der Europäischen Union hieß es, dass keine Migranten von Ceuta auf die Iberische Halbinsel übersetzten. "Es gibt keine Migrationsbewegungen in Richtung des europäischen Kontinents", versicherte an diesem Freitag ein ranghoher EU-Beamter.

Ceuta-Krise: Öl aufs Feuer im angespannten Verhältnis zwischen Washington und Madrid

Schon zuvor lagen Trump und Sánchez politisch nicht auf einer Linie. Trump hatte den NATO-Partner Spanien mehrmals wegen dessen mangelnder Unterstützung im Iran-Krieg kritisiert und mit Strafzöllen gedroht.

Grundsätzlichen Streit gibt es über die Militärausgaben. Spanien liegt deutlich unter dem in Den Haag vereinbarten Ziel von fünf Prozent des BIP, einer Forderung aus dem Weißen Haus. Sánchez hatte diese bereits im vergangenen Jahr zurückgewiesen, weil er sie "unvernünftig und kontraproduktiv" findet. Die USA drängen dagegen darauf, dass die Verbündeten mehr finanzielle Verantwortung übernehmen, und drohten zwischenzeitlich, das Militärbündnis zu verlassen.

Auch in der Migrationspolitik verfolgen beide einen gegensätzlichen Kurs: Während die USA unter Trump mit harten, auch tödlichen Einsätzen gegen irreguläre Migration vorgehen, hat die spanische Regierung gerade eine Legalisierungswelle in großem Ausmaß für Migranten mit bestimmten Voraussetzungen angeschoben.

Kurz aufflackernde Entspannung schien es zwischen beiden Politikern nur am 19. Juli zu geben. Damals hatten sie anlässlich des Finales der Fußball-Weltmeisterschaft in New Jersey Annäherung demonstriert nach mehr als zwei Jahren gegenseitiger Vorwürfe.

Musk spottet über Lage in Ceuta

Elon Musk hat auf der Plattform X mit mehreren Beiträgen auf die Migrationskrise in Ceuta reagiert. In einer ersten Nachricht verglich er die Situation in der Autonomen Stadt mit Szenen aus dem Film "World War Z", in denen eine Menschenmenge eine Mauer erklimmt, und schrieb: "Wow, die Lage in Spanien wirkt völlig verrückt."

Einige Stunden später schrieb der Milliardär, der erste Beitrag sei bloß "ein Witz" gewesen, und stellte dazu ein Video online, das die Ankunft der unzähligen Migranten an der Küste von Ceuta zeigt. Anschließend teilte er einen weiteren Clip mit ähnlichen Bildern aus den Vereinigten Staaten während der Präsidentschaft von Joe Biden. "Das waren die Vereinigten Staaten unter Biden", kommentierte er.

Später verschärfte Musk seine Kritik an der Migrationspolitik der Regierung Sánchez. Der Unternehmer warnte, ohne Belege zu liefern, dass irreguläre Zuwanderung den Staatshaushalt Spaniens "zerstören" werde, und stützte diese Behauptung auf das, was er als "einfaches mathematisches Argument" bezeichnete – ganz im Sinne seiner jüngsten Angriffe auf die Regierung.

Die Regierung in Spanien hält dem entgegen, dass die Migration weiterhin eine wirtschaftliche Chance sei – sowohl für Spanien als auch für die Europäische Union. Eine Untersuchung der Banco de España, die im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde, kam zu dem Schluss, dass die im Ausland geborene Bevölkerung, die in Spanien arbeitet, zwischen 0,4 und 0,7 Prozentpunkten zum spanischen BIP pro Kopf beigetragen hat, im Durchschnitt 2,9 Prozent in den Jahren 2022 bis 2024.

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