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Spaniens Innenministerium: Keine Dschihadisten unter Ceuta-Migranten

Ein marokkanischer Migrant, der nach Spanien gelangt ist, gestikuliert von einem Laster. Das Militär bringt ihn am 3. August 2026 nach Marokko zurück.
Ein marokkanischer Migrant, der nach Spanien gelangt ist, macht von einem Lastwagen aus eine Geste. Das Militär bringt ihn am dritten August 2026 nach Marokko zurück. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Christina Thykjaer
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Das Innenministerium bestreitet Medienberichte. Unter den in Ceuta angekommenen Migranten seien keine mutmaßlichen Dschihadisten erkannt worden.

Das Innenministerium in Madrid hat gegenüber Euronews bestritten, die von „El Español“ und „The Objective“ veröffentlichten Informationen bestätigt zu haben, wonach die staatlichen Sicherheitskräfte unter den in der vergangenen Woche in Ceuta angekommenen Migranten mehrere Personen identifiziert hätten, gegen die wegen Straftaten im Zusammenhang mit dem dschihadistischen Terrorismus ermittelt werde.

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„Wir haben diese Informationen in keinem Fall bestätigt“, erklärte ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage von Euronews. Das Innenministerium erklärte, dass „die staatlichen Sicherheitskräfte in ganz Spanien, nicht nur in Ceuta, kontinuierlich Maßnahmen zur Überwachung und Bekämpfung des dschihadistischen Terrorismus durchführen“.

Das von Fernando Grande-Marlaska geleitete Ministerium wollte nach dem massiven Zustrom von Migranten am 30. Juli eine beruhigende Botschaft aussenden. „Die spanischen Bürger und die Bevölkerung von Ceuta können sicher sein, dass der Zustrom vom 30. Juli keine Gefahr für die Sicherheit darstellt“, erklärt das spanische Innenministerium.

Zuvor hatte es Berichte vor allem in politisch rechten Medien gegeben, dass auf den Videos von Überwachungskameras Personen erkannt worden seien, die wegen dschihadistisch motivierten Terrorismus nach Marokko abgeschoben worden wären.

Bedrohung im Wandel

In der vergangenen Woche hatten von Euronews befragte Terrorismusexperten vor einer veränderten dschihadistischen Bedrohungslage in Spanien gewarnt. Ihrer Einschätzung nach ist das Phänomen in eine "vierte Phase" eingetreten.

Diese sei durch stärker dezentralisierte Radikalisierungsprozesse geprägt: Soziale Netzwerke, Messenger-Dienste sowie Propaganda in Form von Memes und Kurzvideos spielten eine wachsende Rolle. Klassische hierarchische Organisationsstrukturen träten dagegen zunehmend in den Hintergrund.

Die Experten verwiesen zugleich auf die enge Zusammenarbeit Spaniens und Marokkos bei der Terrorismusbekämpfung. Im Zentrum stünden der Austausch von Informationen und die Überwachung radikalisierter Personen. Beides gelte als entscheidend, um mögliche Risiken bei großen Migrationsbewegungen frühzeitig zu erkennen.

Keine offizielle Bestätigung

Berichte dieser Art hatten in der Vergangenheit wiederholt politische Kontroversen ausgelöst. Im Mai 2021, als Tausende Migranten über den Wellenbrecher El Tarajal nach Ceuta gelangten, wies die spanische Regierung Meldungen mehrerer Medien zurück, wonach sich dschihadistische Terroristen unter den Neuankömmlingen befunden hätten. Sie bezeichnete die Behauptungen damals als "böswillige Falschmeldung".

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