Über 150 Feuerwehrleute haben die ganze Nacht hindurch den Brand bei Niebla westlich von Sevilla bekämpft. Hunderte Menschen mussten evakuiert werden.
Der Waldbrand, der am vergangenen Donnerstag bei Niebla westlich von Sevilla ausgebrochen ist, hat zur Evakuierung der Ortschaften Berrocal, El Membrillo, El Pozuelo und Marigenta geführt. Das teilte der Dienst zur Bekämpfung von Waldbränden in Andalusien (INFOCA) mit. Die verbrannte Fläche liegt inzwischen bei mehr als 4.000 Hektar, rund 400 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
Die ganze Nacht über waren mindestens 150 Feuerwehrleute im Einsatz.
Der für Präsidentschaft, Gesundheit und Notfälle zuständige Regionalminister von Andalusien, Antonio Sanz, erklärte, dass der Brand, auch 48 Stunden nach seinem Ausbruch weiterhin „außerordentlich komplex“ bleibt. Grund dafür seien die ständigen Winddrehungen und umherfliegende Glut.
Die dritte Vizepräsidentin und Ministerin für den ökologischen Wandel, Sara Aagesen, wollte an diesem Sonntag ab 10:30 Uhr den Einsatzleitpunkt in Niebla besuchen und sich dort mit den Verantwortlichen der Notfallteams treffen.
Brand in Castellón wird wieder aus der Luft bekämpft
Seit dem Morgengrauen am Sonntag unterstützen Löschflugzeuge erneut die Löscharbeiten am Brand bei Tírig. Wegen des Feuers hatten die Behörden am Samstag angeordnet, dass die etwa 700 Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Catí in ihren Häusern bleiben sollten.
Die Flugzeuge und Hubschrauber sollen voraussichtlich mindestens bis 17.00 Uhr im Einsatz bleiben, wenn das nächste Treffen des Krisenstabs Cecopi geplant ist.
Rund 200 Einsatzkräfte am Boden waren auch in der Nacht mit Sicherungs- und Kontrollarbeiten beschäftigt, erschwert durch die Berglage und die zahlreichen Schluchten, wie die Provinzfeuerwehr von Castellón mitteilte. Der Notfall- und Innenminister der Generalitat Valenciana, Juan Carlos Valderrama, erklärte, das Feuer habe 395 Hektar verbrannt.
Im Einsatz seien 300 Kräfte, 19 Luftmittel und 50 Einheiten am Boden.
Der Brand bei Tírig ist eines von vier Feuern, die am Freitagnachmittag im Landesinneren der Provinz Castellón ausgebrochen sind und zusammen nach vorläufigen Angaben rund 244 Hektar betroffen haben. Nach derzeitigem Stand gehen die Behörden davon aus, dass Blitze während der Gewitter die Brände ausgelöst haben. Die Umwelteinheit Seprona der Guardia Civil untersucht die genaue Ursache.
Sierra Engarcerán: Brand unter Kontrolle
Der am Freitag in der Sierra Engarcerán in der Provinz Castellón ausgebrochene Waldbrand gilt als unter Kontrolle, wie die Notfallzentrale der Region Valencia am Sonntag bestätigte. Nach der Krisen-Sitzung am Samstag teilten die Behörden mit, dass dieses Feuer 45 Hektar erfasst hat.
In den vergangenen Stunden haben die Behörden die Ausgangsbeschränkung für Sierra Engarcerán aufgehoben. Die 91 evakuierten Bewohner konnten in ihre Häuser zurückkehren, und auch die elf Menschen, die in der Sporthalle von Els Ibarsos untergebracht waren, haben die provisorische Notunterkunft wieder verlassen.