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Eilmeldung. Hamas plante offenbar Anschläge in Berlin und Wien

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Von Euronews
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Die Bundesanwaltschaft hat sieben mutmaßliche Hamas-Mitglieder angeklagt. Sie sollen Waffen für geplante Anschläge auf israelische, jüdische und pro-israelische Ziele in Berlin und Wien beschafft haben.

Die Bundesanwaltschaft hat sieben mutmaßliche Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Hamas angeklagt. Die Männer sollen an der Beschaffung und Lagerung von Waffen und Munition beteiligt gewesen sein, die für einen geplanten Anschlag in Deutschland oder Österreich vorgesehen waren.

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Die Anklage wurde am 8. September beim Staatsschutzsenat des Kammergerichts Berlin erhoben. Den Beschuldigten werden unter anderem die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie Verstöße gegen das Waffenrecht vorgeworfen.

Waffenlager für geplante Anschläge

Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft plante die Hamas spätestens seit Juli 2025 einen konkreten Mordanschlag auf israelische oder jüdische Personen sowie auf pro-israelisch eingestellte Menschen. Der Anschlag sollte zeitnah zum zweiten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel am 7. Oktober 2023 stattfinden.

Zum Zeitpunkt der ersten Festnahmen am 1. Oktober 2025 in Berlin waren nach Angaben der Ermittler bereits 13 Pistolen, ein vollautomatisches Gewehr und mehr als 700 Schuss Munition beschafft worden. Ein Teil der Waffen soll nach Wien gebracht und dort gelagert worden sein.

Eine besondere Bedeutung messen die Ermittler einem vorbereiteten Bekennervideo bei. Darin soll der geplante Anschlag im Namen der Hamas angekündigt worden sein. Die Bundesanwaltschaft hatte bereits im Juni mitgeteilt, dass sie deshalb von einem konkreten Anschlagsplan ausgehe.

Recherche berichtet über Verfassungsschutz-Verbindung

Wie die WELT unter Berufung auf die 214 Seiten umfassende Anklageschrift berichtet, sollten die Anschläge demnach in Berlin und Wien rund um den zweiten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel stattfinden. Als mögliche Ziele nennt die Zeitung unter anderem israelische Diplomaten, jüdische Einrichtungen und pro-israelische Demonstrationen.

Besonders brisant sei nach Recherche der WELT, dass einer der Beschuldigten zum damaligen Zeitpunkt als Vertrauensperson für das Bundesamt für Verfassungsschutz gearbeitet haben soll. Er soll dabei regelmäßig Informationen an seinen V-Mann-Führer geliefert, seine eigene Rolle bei der Munitionsbeschaffung jedoch nicht offengelegt haben.

Insgesamt gibt es neun Beschuldigte. Sieben von ihnen hat die Bundesanwaltschaft nun angeklagt. Alle sieben befinden sich nach Angaben der Behörde weiterhin in Untersuchungshaft. Für die Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

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