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Web Summit Qatar startet: TikTok-Rivale UpScrolled im Fokus

Am ersten Februar 2026 stand Issam Hijazi, Gründer und CEO von Upscrolled, auf der Centre Stage zum Eröffnungsabend des Web Summit Qatar 2026 im DECC in Doha.
Am ersten Februar 2026 stand Issam Hijazi, Gründer und CEO von Upscrolled, auf der Centre Stage beim Eröffnungsabend des Web Summit Qatar 2026 im DECC in Doha. Copyright  Ramsey Cardy/Web Summit Qatar via Sportsfile
Copyright Ramsey Cardy/Web Summit Qatar via Sportsfile
Von Sharifah Fadhilah Alshahab
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Beim Web Summit Qatar 2026 prägen Debatten über KI und digitale Regulierungsrahmen das Geschehen. Am lautesten meldet sich eine aufstrebende Social-Media-Plattform.

Die im vergangenen Jahr gestartete Social-Media-Plattform UpScrolled verzeichnet bereits Millionen Downloads weltweit. Heute führt die App mehrere App-Store-Ranglisten in verschiedenen Ländern an, darunter die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Kanada und Australien.

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Bei der Eröffnungsnacht des Web Summit Qatar skizzierte Gründer Issam Hijazi eine neue Ära sozialer Medien. Er stellte seine Vision für eine Plattform vor, die Big Tech nicht bauen wird.

„Big Tech hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass Ethik keine Rolle spielt. Profit geht vor Menschen. Nutzerdaten werden verkauft. Plattformen werden so gebaut, dass sie süchtig machen. Psychische Gesundheit und Wohlbefinden interessieren sie nicht“, sagte Hijazi.

Wie Instagram oder X können Nutzer auf UpScrolled Fotos, Videos und Textbeiträge hochladen, durch Inhalte scrollen und Direktnachrichten schicken. Hijazi betont jedoch: Die App unterscheidet sich grundlegend.

„Andere Plattformen machen uns zum Produkt, weil wir ihnen Geld einbringen“, sagte Hijazi.

„Sie konzipieren ihre Algorithmen so, dass man endlos weiterscrollt – ohne Mehrwert. Wir machen das nicht. Wir haben UpScrolled so gebaut, dass Menschen sich auch abmelden.“

Die Plattform hält sich an geltende Regeln. Sie verspricht zugleich Meinungsfreiheit, keine algorithmische Zensur und keine Shadowbans. Damit bietet sie einen anderen Ansatz für digitale Teilhabe – in einer Zeit, in der das Vertrauen in digitale Plattformen breit diskutiert wird.

Nach dem Abschluss des US-Deals von TikTok soll die Plattform künftig mehrheitlich in amerikanischer Hand sein. Ziel ist der Schutz der nationalen Sicherheit – mit strengen Datensicherungen, Algorithmus-Schutz, Moderation und Software-Garantien. Der Schritt verunsichert viele TikTok-Nutzer. Sie sorgen sich um Transparenz und ihre Autonomie im Netz. Der Deal verstärkt die Frage, wer digitale Plattformen am Ende kontrolliert.

„Wir können nicht ständig Algorithmus oder Technik die Schuld geben. Dahinter stehen Menschen, die beides bauen. Ein Algorithmus ist nur so gut wie die Daten, mit denen man ihn füttert“, sagte Hijazi.

„Hinter den Kulissen trainieren bestimmte Leute diese Algorithmen so, dass Inhalte markiert werden, die nicht zu ihrer Propaganda oder Agenda passen. Manche Dinge werden verstärkt, andere unterdrückt“, fügte er hinzu.

Trotz der Machtkonzentration bei Tech-Giganten zeigt die rasche Abkehr von Mainstream-Netzwerken und die schnelle Verbreitung von UpScrolled: Für Newcomer ist Platz, wenn sie sich an den Wünschen der Nutzer orientieren. Hijazi sagt, die Plattform ziehe Investoren an, die diesen Kurs teilen.

„Überall auf der Welt gibt es viele Menschen mit Prinzipien, die dabei sein wollen. Wir haben das Glück, dass sich viele gute Leute bei uns melden. Sie wollen Teil unserer Mission und Vision sein und mitbauen“, sagte Hijazi.

UpScrolled entstand aus der breiten Frustration über bestehende soziale Netzwerke. Hijazi will den Höhenflug halten, die Nutzererfahrung weiter verbessern und die Plattform für die Menschen sein.

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