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Merriam-Webster verklagt OpenAI wegen urheberrechtlich geschützter Inhalte für ChatGPT

ARCHIV: Das Wort „they“ ist am Freitag, 6. Dezember 2019, in New York auf einem Computerbildschirm zu sehen.
ARCHIV - Das Wort „they“ ist am Freitag, der sechste Dezember 2019, in New York auf einem Computerbildschirm zu sehen. Copyright  AP Photo/Jenny Kane
Copyright AP Photo/Jenny Kane
Von Anna Desmarais
Zuerst veröffentlicht am
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Merriam-Webster wirft OpenAI vor, rund 100.000 Artikel sowie Einträge aus Lexika und Wörterbüchern ohne Erlaubnis zum Training von ChatGPT genutzt zu haben.

Das bekannte englischsprachige Wörterbuch Merriam-Webster hat Klage gegen OpenAI eingereicht. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, urheberrechtlich geschütztes Material zum Training seines ChatGPT-Modells verwendet zu haben.

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Die Klage wurde gemeinsam mit der Muttergesellschaft Encyclopedia Britannica eingereicht. Darin heißt es, OpenAI habe mehr als 100 000 Artikel sowie Lexikon- und Wörterbucheinträge aus Online-Quellen kopiert. Dieses Material sei ohne Erlaubnis genutzt worden, um ChatGPT beizubringen, auf Nutzeranfragen zu antworten.

Nach Darstellung der Kläger verletzt OpenAI das Urheberrecht auf drei Arten: durch das groß angelegte Kopieren geschützten Materials, durch den Einsatz dieses Inhalts zum Training der KI und durch Ausgaben, die dem ursprünglichen Material stark ähneln.

Die Antworten von ChatGPT enthalten häufig „wortgetreue oder nahezu wortgetreue“ Wiedergaben von Informationen aus den Inhalten des Wörterbuchs, heißt es in der Klage. Dadurch würden Nutzerinnen und Nutzer abgeschreckt, die sonst die Website der Verlage besuchen würden.

„Die auf ChatGPT basierenden KI-Produkte der Beklagten leben von den verlässlichen, hochwertigen Inhalten der Kläger, indem sie den Verkehr auf den Websites der Kläger kannibalisieren und stattdessen KI-generierte Zusammenfassungen eben dieser Inhalte anbieten“, heißt es in der Klageschrift.

Nach Ansicht der Kläger landen Informationen aus dem Wörterbuch auch in sogenannten Halluzinationen. So nennen Fachleute Antworten, die KI-Systeme erfinden, wenn ihnen Daten für eine echte Antwort auf eine Anfrage fehlen.

Antworten von ChatGPT lassen zudem Teile der Wörterbuchinhalte „irreführend weg“, wodurch die Erklärungen „unvollständig und fehlerhaft“ werden.

Die Kläger fordern Schadensersatz und eine gerichtliche Anordnung, die OpenAI die beanstandeten Praktiken dauerhaft untersagt.

Euronews Next bat OpenAI um eine Stellungnahme zu der Klage, erhielt aber zunächst keine Antwort.

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