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EU-Kommission: Mehrere Pornoseiten schützen Minderjährige nicht ausreichend

Die EU-Kommission kritisiert vier Pornoseiten: Sie schützen junge Nutzerinnen und Nutzer nicht ausreichend vor dem Zugang zu ihren Angeboten.
Die EU-Kommission kommt zu dem Schluss, dass vier Pornoseiten Minderjährige nicht ausreichend von ihren Angeboten fernhalten. Copyright  Canva
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Von Anna Desmarais
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Webseiten wie Pornhub setzen darauf, dass Nutzer ihr Alter angeben und über 18 bestätigen – laut EU-Kommission schützt das Kinder nicht ausreichend.

Die EU-Kommission kommt zu dem Schluss, dass die Erwachsenenportale Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos Minderjährige nicht ausreichend vor Pornografie schützen und damit gegen europäisches Recht verstoßen könnten.

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Nutzerinnen und Nutzer der Seiten müssen ihr Alter lediglich mit „einem einfachen Klick“ bestätigen. Das teilte (Quelle auf Englisch) die Kommission am Donnerstag mit und betonte, dieser Ansatz schütze Kinder nicht wirksam vor pornografischen Inhalten.

Auch andere Maßnahmen wie verschwommene Seiten oder Warnhinweise reichen nach Ansicht der Behörde nicht aus. Euronews Next bat die Plattformen um eine Stellungnahme, erhielt jedoch zunächst keine Antwort.

Die Kommission hatte im vergangenen Mai auf Grundlage des Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) ein Verfahren eingeleitet. Für die Prüfung nutzte sie interne Risikoanalysen, Daten und weitere Unterlagen aller vier Seiten, die sie im Laufe des vergangenen Jahres zusammengetragen hatte.

Wenn in diesen Berichten Risiken auftauchten, konzentrierten sich die Betreiber der Pornoseiten vor allem auf geschäftliche Folgen wie Imageschäden und kaum auf die Gefahren für junge Nutzerinnen und Nutzer.

Die vorläufige Einschätzung fordert die Plattformen auf, ein belastbares System zur Altersüberprüfung einzuführen, das Kinder konsequent von den Seiten fernhält. Die Unternehmen können nun schriftlich darlegen, wie sie die Vorgaben umsetzen wollen.

Die Kommission kann am Ende einen Verstoß feststellen und Geldbußen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängen.

Nach Angaben der Kommission führen nationale Behörden zudem eine „koordiniert angelegte Aktion“ gegen kleinere Pornoseiten durch, die die DSA-Vorgaben nicht einhalten.

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