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Robotersteuer und Vier-Tage-Woche: So will OpenAI die KI-Wirtschaft gestalten

Boston, Freitag, siebzehnter März zweitausenddreiundzwanzig: Auf einem Smartphone ist das OpenAI-Logo vor einem Rechner mit der ChatGPT-Startseite zu sehen.
Das OpenAI-Logo ist auf einem Smartphone zu sehen, im Vordergrund vor einem Computerbildschirm mit der ChatGPT-Startseite, am Freitag, 17. März 2023, in Boston. Copyright  AP Photo/Michael Dwyer
Copyright AP Photo/Michael Dwyer
Von Anna Desmarais
Zuerst veröffentlicht am
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Das Unternehmen geht davon aus, dass KI-Systeme Menschen bald übertreffen. Das könnte Arbeit, Alltag und sogar Steuersysteme grundlegend verändern.

OpenAI fordert Regierungen auf, die Grundlagen der Wirtschaft neu zu denken. Es geht darum, wie Menschen arbeiten, Geld verdienen und Steuern zahlen. Der Umbruch durch Künstliche Intelligenz (KI) nimmt weiter Fahrt auf.

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Das Unternehmen skizzierte am Montag in einem Grundsatzpapier „erste Ideen“, um die Verwerfungen abzufedern, die Künstliche Intelligenz in den USA und in der globalen Wirtschaft auslöst.

Zu den zentralen Vorschlägen gehört ein öffentlicher Vermögensfonds, der allen Bürgerinnen und Bürgern einen Anteil am KI-getriebenen Wachstum sichert. Ein solcher Fonds könnte breit gestreut und langfristig investieren, sowohl in KI-Konzerne als auch in andere Unternehmen, die die Technologien einführen und einsetzen. Die Erträge würden direkt an die Bevölkerung fließen, heißt es in dem Dokument.

Regierungen sollten Unternehmen zudem Anreize für Pilotprojekte zur Vier-Tage-Woche mit „vollem Lohnausgleich“ bieten. So ließe sich ein Teil der Produktivitätsgewinne durch KI an die Beschäftigten zurückgeben, erklärte das Unternehmen.

Gesetzgeber sollten nach Ansicht von OpenAI auch das US-Steuersystem modernisieren. Unternehmensgewinne und Kapitalerträge müssten stärker besteuert werden, Arbeitseinkommen dagegen weniger, weil eine Welle KI-bedingter Jobverluste Sozialleistungen unter Druck setzen könnte. Regierungen könnten außerdem eine Abgabe prüfen, wenn Firmen automatisierte statt menschlicher Arbeit einsetzen, heißt es in dem Bericht.

Außerdem regt OpenAI an, Leistungen wie Rentenansprüche und Zugang zur Gesundheitsversorgung in „mitnahmefähigen Konten“ zu bündeln, die Menschen über verschiedene Jobs, Branchen und eigene Gründungen hinweg begleiten.​

Es ist nicht das erste Mal, dass OpenAI oder die CEOs anderer KI-Konzerne Vorschläge machen, wie sich die Umbrüche am Arbeitsmarkt durch das Wachstum von KI abfedern lassen.

Technologiegrößen wie xAI-Chef Elon Musk und OpenAI-Chef Sam Altman werben für ein universelles Grundeinkommen, das in einer Welt nötig werden könnte, in der klassische Arbeit zunehmend von KI verdrängt wird.

Andere, darunter Nvidia-Chef Jensen Huang und Zoom-Chef Eric Yuan, plädieren angesichts der Produktivitätsgewinne für eine Vier- oder sogar Drei-Tage-Woche.

Anthropic-CEO Dario Amodei veröffentlichte im Januar einen umfangreichen Essay, in dem er warnte, eine superintelligente KI, die Menschen überflügelt und sich nur schwer kontrollieren lässt, sei ein „Rezept für existenzielle Gefahr“.

In diesem Essay schlug er als eine zentrale Maßnahme vor, den Export wichtiger Technologien wie Halbleiterchips zu kontrollieren, die zum Training großer Sprachmodelle (Large Language Models, LLM) dienen.

Er forderte außerdem Transparenzgesetze, die KI-Unternehmen verpflichten, offenzulegen, wie sie das Verhalten ihrer Modelle steuern.

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