Loader
Finden Sie uns
Werbung

AMD stellt „persönlichen Supercomputer“ für neue Ära des Rechnens vor

Besucher gehen an einem AMD-Stand auf der Messe AI Wave Show in Taipeh, Taiwan, Freitag, 31. Juli 2026 – Archivbild.
Besucher gehen am AMD-Stand auf der Messe AI Wave Show in Taipei, Taiwan, am Freitag, den 31. Juli 2026 (Archivfoto) Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Jonathan Benton
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

„Der US-Chiphersteller hat am Freitag in Berlin einen ‚persönlichen Supercomputer‘ vorgestellt, entwickelt für ein völlig neues, KI-gesteuertes Computerzeitalter.“

AMD-Senior-Vizepräsident Jack Huynh hat den Supercomputer namens Threadripper Halo Station auf der deutschen Technikmesse Internationale Funkausstellung vorgestellt.

WERBUNG
WERBUNG

Die Threadripper Halo Station ist eine Workstation mit extrem hoher Rechenleistung. Sie bietet bis zu 2 Terabyte Systemspeicher und bis zu 576 Gigabyte High-Bandwidth-Memory (HBM3E). Hinzu kommen 96 Kerne eines Threadripper Pro und zwei MI350P-Beschleuniger für Rechenzentren. Für die Kühlung sorgt ein Flüssigkühlsystem.

Huynh bezeichnete den neuen Supercomputer als „leistungsstärkste Workstation der Welt“. Er kann KI-Modelle mit mehr als einer Billion Parametern ausführen.

Der AMD-Manager zeigte auf der Messe kurz das Potenzial des Systems. Aus einem einzigen Prompt generierte er eine komplette 3D-Welt mit Flugsimulator.

AMD will Rechenzentrumsleistung für KI in ein Desktop-Format bringen. Die Nachfrage nach KI wächst weltweit rasant.

Der Supercomputer soll Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommen. AMD hat den Preis allerdings noch nicht verraten. Branchenkreise rechnen damit, dass er 100.000 € übersteigen könnte. Damit richtet sich das System eher an Unternehmen und Forschungseinrichtungen als an private Nutzer, anders als zunächst in Aussicht gestellt.

Trotzdem erhalten Kundinnen und Kunden damit eine Plattform, auf der sie große Sprachmodelle und agentische KI-Systeme selbst betreiben können. Sie müssen sich dann weniger auf immer teurere Cloud-Dienste stützen.

Direkter Konkurrent der Threadripper Halo Station ist die NvidiaDGX Station. Beide Systeme können große KI-Modelle im Desktop-Format ausführen, verfolgen dabei jedoch unterschiedliche Ansätze.

Der AMD-Supercomputer liegt bei Speichergröße und Bandbreite klar vorne. Er bietet mehr als die dreifache Speicherkapazität des Nvidia-Systems und kann dadurch KI-Modelle mit einer Billion Parametern lokal ausführen.

Dafür punktet Nvidias System mit einer nahtloseren Integration, wenn Code von der lokalen Workstation in die Cloud verlagert wird. Entscheidend ist auch: Es ist bereits verfügbar und kostet rund 100.000 € im Handel.

Branchenanalysten sehen in AMDs Ankündigung einen möglichen Auslöser für einen Umbruch im Markt für lokale KI-Rechenlösungen.

Weil sich die Kosten für KI-Abos in der Cloud für viele Institutionen und Unternehmen summieren, dürfte die Nachfrage nach Rechnern wie der Threadripper Halo Station weiter steigen. Viele wollen große Modelle auf der eigenen Infrastruktur betreiben.

AMDs Ansatz, Rechenzentrumsleistung mit standardisierten Komponenten bereitzustellen und so die Einstiegshürden zu senken, könnte sich als wichtiger Wendepunkt für das Wachstum des KI- und PC-Marktes erweisen.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Lässt du einen humanoiden Roboter deine Wohnung für 26 € pro Stunde putzen?

Apples neuer KI-Chef: Wer ist der Mann?

Ohne Hausaufgaben: ChatGPT verändert Prüfungen für Studierende in Spanien