Die Fluggesellschaft rechnet zur Weltmeisterschaft mit großem Andrang: Zahlreiche teilnehmende Fußballmannschaften sollen ihre Dienste nutzen.
Wizz Air UK kündigt Charterflüge zwischen dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten zur Fußball-WM 2026 an.
Die Billigfluggesellschaft teilte mit, sie habe die erforderlichen Genehmigungen für Flüge in die USA nun offiziell erhalten.
Sie will maßgeschneiderte Charterflüge für europäische Fußballteams und Fans anbieten, die im Juni und Juli zum Turnier reisen. Auch Reiseveranstalter, die Gruppenreisen in die USA organisieren, sollen das Angebot nutzen können.
Nach Angaben von Wizz Air UK ist die neue Zulassung ein wichtiger Meilenstein. Sie sei das Ergebnis monatelanger Vorbereitung, Abstimmung mit den Behörden und operativer Planung.
„Das ist ein stolzer und aufregender Tag für alle bei unserer Airline“, sagte Yvonne Moynihan, Geschäftsführerin von Wizz Air UK.
„Die Genehmigung für Flüge zwischen dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten ist ein enormer Meilenstein für unser Unternehmen.“
Die Fluggesellschaft rechnet mit großer Nachfrage von Fußballteams, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen.
„Das eröffnet enorme Chancen, vor allem für europäische Fußballteams und Fans, die in diesem Sommer über den Atlantik reisen“, fügte Moynihan hinzu.
„Wir sind bereit, außergewöhnliche Chartererlebnisse zu bieten und die Fans näher ans Geschehen in den Vereinigten Staaten zu bringen.“
Über den Fußball hinaus sollen die Charterdienste der Airline auch Firmenkundinnen und -kunden, Reiseveranstaltern, Sportorganisationen und Individualreisenden offenstehen, die bequeme Verbindungen über den Atlantik suchen.
Die Billigfluglinie betonte jedoch, sie habe keine Absicht und keine Pläne, regelmäßige Linienflüge in die USA aufzunehmen. Anfragen für Charterflüge im Sommer sind nun möglich.
USA-Reisen: sogenannter „Trump Slump“ dämpft Nachfrage
Die bevorstehende Weltmeisterschaft sollte dem US-Tourismus eigentlich einen kräftigen Schub geben. Aktuelle Zahlen deuten jedoch darauf hin, dass diese Hoffnung zu optimistisch war.
Die Flugbuchungen von Europa in die USA für diesen Sommer liegen um mehr als 14 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Das berichtet Forbes unter Berufung auf Daten des Luftfahrtdatendienstes Cirium.
Eine weitere „Hürde für Reisen“ könnte bald hinzukommen. Ein Vorschlag der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP sieht vor, dass Antragstellende für das elektronische Reisegenehmigungssystem ESTA ihre Social-Media-Aktivitäten der vergangenen fünf Jahre öffentlich machen müssen.
Nach Einschätzung von ECTAA, dem Dachverband der europäischen Reisebüros und Reiseveranstalter, droht die „Kumulationswirkung“ der Vorschläge Reisen in die USA aus Sicht europäischer Reisender komplexer, eingreifender und weniger zugänglich zu machen. Das könnte Menschen möglicherweise ganz von einer Reise in die Vereinigten Staaten abhalten.