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Kerosinkrise: Welche Airlines in Europa Flüge streichen oder aussetzen?

Transavia streicht im Mai und Juni einige Flüge
Transavia streicht im Mai und Juni einige Flüge Copyright  Photo by Niels Baars on Unsplash
Copyright Photo by Niels Baars on Unsplash
Von Fakhriya M. Suleiman
Zuerst veröffentlicht am
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Europäische Fluggesellschaften reagieren auf teures Kerosin mit deutlich ausgedünnten Flugplänen und höheren Ticketpreisen kurz vor der Hauptreisezeit.

Die Folgen des Konflikts im Nahen Osten treffen weiter die kommerzielle Luftfahrt in Europa – und das in einer Phase extrem hoher Kerosinpreise.

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Die jüngsten Zahlen der International Air Transport Association (Quelle auf Englisch) (IATA) zeigen, dass die Kerosinpreise in Europa im Vergleich zum Vorjahr um 105,7 Prozent gestiegen sind. Das bringt die Sommerreisepläne ins Wanken: Airlines wie Turkish Airlines, Transavia France und Lufthansa lassen Maschinen am Boden und streichen Strecken.

Diese Airlines melden aktuell, wie stark sie die Kerosinkrise trifft.

Transavia

Die niederländische Airline Transavia aus der Air-France-KLM-Gruppe streicht zwischen Mai und Juni einzelne Flüge.

Die Billigfluggesellschaft kündigte an, dass betroffene Passagiere zwischen einem Gutschein, der vollständigen Erstattung oder einer kostenlosen Umbuchung wählen können. Für die meisten gestrichenen Flüge soll dieses Angebot innerhalb von 24 Stunden bereitstehen.

„Der aktuelle geopolitische Kontext im Nahen Osten und seine Auswirkungen auf den Preis für Flugbenzin“ seien der Grund für die Streichungen, erklärte Transavia in einer Mitteilung an AP, ohne zu nennen, welche Strecken betroffen sind.

KLM (Quelle auf Englisch) hatte zuvor bereits angekündigt, im Mai 160 Flüge von und nach Schiphol in den Niederlanden zu streichen. Das entspricht weniger als einem Prozent der europäischen Flüge in diesem Zeitraum. Die Airline verwies auf die steigenden Kerosinpreise; die Verbindungen ließen sich wirtschaftlich nicht mehr darstellen.

Turkish Airlines

Die nationale Fluggesellschaft der Türkei will Medienberichten zufolge achtzehn Flugrouten vorübergehend aussetzen und die Frequenzen in ihrem Streckennetz kürzen.

Nach Angaben von Aeroroutes (Quelle auf Englisch), einer unabhängigen Plattform zur Beobachtung von Flugplänen und Routen, sind der aktuelle Sommerflugplan und der frühe Winterflugplan betroffen. Die Aussetzungen beginnen im Mai und Juni.

Betroffen sind Verbindungen nach Europa, Afrika und Asien, etwa von Istanbul nach Hurghada. Der letzte Flug ist dort für den zweiten Juni geplant, alle Verbindungen für 2027 wurden gestrichen.

„Zu den vorübergehend eingestellten internationalen Zielen gehören Aqaba, Billund, Bissau, Ferghana, Freetown, Havanna, Hurghada, Juba, Kinshasa, Kirkuk, Leipzig/Halle, Libreville, Luanda, Lusaka, Monrovia, Nadschaf, Pointe-Noire und Turkistan“, so Aeroroutes.

Ver Angola (Quelle auf Englisch) berichtet, dass die portugiesische Zivilluftfahrtbehörde informiert wurde, dass die Flüge in die angolanische Hauptstadt Luanda vom dritten Mai bis zum fünfundzwanzigsten November ausgesetzt werden – „mit dem Ziel, die Flüge wieder aufzunehmen, sobald es die Umstände erlauben“.

Andere Beobachter des Flugverkehrs (Quelle auf Englisch) melden, dass in Sarajevo ab Juli durchschnittlich drei wöchentliche Verbindungen wegfallen. Zudem wird die Frequenz ab Juni von Zagreb aus auf zwei wöchentliche Flüge reduziert.

Erst im vergangenen Monat hatte Turkish Airlines ihr Angebot im Vereinigten Königreich erweitert und London Stansted (Quelle auf Englisch) mit fünfzehn wöchentlichen Flügen als dritten Londoner Flughafen ins Netz aufgenommen.

Parallel dazu führt SunExpress, das Joint Venture von Turkish Airlines und Lufthansa, ab Mai einen „vorübergehenden Treibstoffzuschlag“ von zehn Euro pro Ticket ein. Er gilt für alle Strecken von der Türkei nach Europa.

Nach Angaben der britischen Zeitung The Independent (Quelle auf Englisch) müssen Passagiere die Zusatzgebühr zahlen, wenn sie ihren Flug am oder nach dem ersten April buchen und ab dem ersten Mai reisen.

Unterdessen hat Lufthansa bereits Anfang April bekannt gegeben, zur Kostendämpfung insgesamt 20.000 Flüge zu streichen.

Urlaubspläne und Geldbeutel: droht jetzt der große Dämpfer?

Der Independent berichtet zugleich, dass der deutsche Reisekonzern TUI die Preise für bereits gebuchte Urlaube nicht erhöhen wird.

„Unsere Teams stehen bereit, um Menschen zu unterstützen, die über eine Buchung nachdenken, und alle, die bereits bei TUI gebucht haben, können sicher sein, dass ihr Reisepreis feststeht – ohne zusätzliche Treibstoffzuschläge“, sagte Neil Swanson, Geschäftsführer von TUI UK & Ireland.

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