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Portugal droht Reisechaos: landesweiter Streik gefährdet 500 Flüge

Streik am 3. Juni: Bis zu 500 Flüge könnten ausfallen
Geplanter Streik am 3. Juni könnte bis zu 500 Flüge lahmlegen. Copyright  Hugo Silva/Unsplash
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Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am
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Urlauber mit Ziel Portugal im Juni müssen mit Verspätungen und Ausfällen rechnen: Kabinen-, Bahn- und Metro-Beschäftigte planen einen Streik, der hunderte Flüge und den Nahverkehr treffen könnte.

Urlauberinnen und Urlauber, die im kommenden Monat nach Portugal reisen wollen, müssen mit erheblichen Störungen rechnen: Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter, Eisenbahner sowie Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr bereiten einen landesweiten Streik vor.

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Schon jetzt kämpft der Flughafen in Lissabon mit langen Warteschlangen. Reisende sollen sich zum Beginn der geschäftigen Sommersaison auf Verspätungen einstellen, da möglicherweise Hunderte Flüge betroffen sind.

Der Streik ist für den dritten Juni geplant. Nach Angaben der portugiesischen Zeitung The Resident (Quelle auf Englisch) könnten bis zu 500 Flüge ausfallen oder verspätet sein.

Zuvor hatten die Mitglieder der portugiesischen Flugbegleiter-Gewerkschaft dafür gestimmt, sich dem landesweiten Ausstand anzuschließen. An dem Streik wollen auch Ärztinnen und Ärzte teilnehmen, die ihre Arbeit niederlegen.

Bei der Staatsairline TAP könnten bis zu 300 der täglichen Verbindungen ausfallen oder verspätet sein. Auch andere Fluggesellschaften wie Portugália und SATA rechnen mit Beeinträchtigungen.

Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter sowie andere Streikende protestieren gegen Reformvorschläge der Regierung. Die Nationale Gewerkschaft des Kabinenpersonals im Zivilluftverkehr (SNPVAC) spricht von einem „beispiellosen Angriff auf etablierte Rechte“.

Die geplanten Änderungen sollen Entlassungen für Unternehmen erleichtern und die Beschränkungen für Auslagerungen lockern.

Laut Berichten stimmten rund 79 Prozent der Mitglieder der Flugbegleiter-Gewerkschaft dafür, sich dem landesweiten Streik anzuschließen.

Betroffen sind nicht nur Flüge. Auch die Gewerkschaft FECTRANS, die Beschäftigte im öffentlichen Verkehr vertritt, ruft zum Ausstand auf.

Damit drohen etwa in der Metro von Lissabon sowie im öffentlichen Verkehr im ganzen Land Ausfälle und Verzögerungen. Pendlerinnen und Pendler sind davon ebenso betroffen wie Besucherinnen und Besucher.

Die Störungen fallen in eine Phase, in der das umstrittene EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) Reisenden ohnehin bereits Probleme bereitet.

Behörden haben schon vor gravierenden Behinderungen an europäischen Flughäfen in diesem Sommer gewarnt. Durch die weitere Einführung des Systems drohen teils stundenlange Warteschlangen.

An vielen Flughäfen im Schengen-Raum mussten Reisende zuletzt bereits lange anstehen. Der Flughafen in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon schaltet das EES zeitweise an und aus, um den Andrang zu entzerren.

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