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Trump nach erneutem Preisanstieg: "Ich liebe die Inflation"

US-Präsident Donald Trump spricht am Mittwoch, 10. Juni 2026, im Oval Office des Weißen Hauses in Washington.
US-Präsident Donald Trump spricht am Mittwoch, dem zehnten Juni 2026, im Oval Office des Weißen Hauses in Washington. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Trump, der im Wahlkampf 2024 versprochen hatte, die Inflation zu besiegen, erklärte nun, er sei auf Kursverluste durch den Krieg im Iran vorbereitet gewesen.

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch neue Daten zur Verbraucherpreisinflation begrüßt. Sie zeigen, dass die Inflation im Mai auf eine Jahresrate von 4,2 Prozent gestiegen ist. Zu Journalistinnen und Journalisten sagte er: „Ich liebe die Inflation“.

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Die Preise sind in den vergangenen Monaten im Zuge des US-Kriegs im Iran deutlich gestiegen. Die von Teheran verfügte Schließung der Straße von Hormus belastet die Weltmärkte massiv. Die Inflation kletterte von 2,4 Prozent im Februar – vor Ausbruch des Konflikts – auf 3,3 Prozent im März und 3,8 Prozent im April.

Trump: Schleusen heimlich Öl durch die Straße von Hormus

Auf eine Frage zu den neuesten Zahlen im Weißen Haus reagierte Trump am Mittwoch unbeeindruckt. Er behauptete, Washington schleuse weiterhin heimlich Öl durch die Straße von Hormus, einen der kritischsten Engpässe für den Öl- und Gastransport weltweit.

„Nein, nein, ich liebe das. Die Zahlen waren großartig“, sagte er und fügte hinzu, die USA hätten „Millionen Barrel Öl abgezogen“, ohne dass Teheran davon gewusst habe.

Neulich in einer Nacht haben wir 22 Schiffe ohne Lichter hinausgebracht, weil sie kein Radar haben (...) Deshalb kostet Öl 85 Dollar je Barrel.“
Donald Trump
US-Präsident

Trump, der auch mit dem Versprechen gewählt wurde, die Inflation zu bekämpfen, sagte zudem, er habe damit gerechnet, dass der Krieg die Börsen belasten würde. Er betonte, er halte das dennoch für „den Preis wert“.

„Ich tue das nur sehr ungern, Leute, aber Iran wird sehr bald über eine Atomwaffe verfügen. Wir müssen angreifen“, sagte er über seine Entscheidung für ein militärisches Vorgehen.

Dem Bericht des US-Amtes für Arbeitsmarktstatistik zufolge sind die Energiepreise in den vergangenen zwölf Monaten um 23,5 Prozent gestiegen, Benzin verteuerte sich um 40,5 Prozent.

Bernie Sanders kontert Trumps Behauptungen

Die steigenden Preise dürften im Vorfeld der Zwischenwahlen im November zu einem zentralen Thema werden. Dann entscheidet sich die künftige Zusammensetzung des Kongresses.

In einem Beitrag in sozialen Netzwerken reagierte der US-Senator Bernie Sanders auf Trumps Äußerungen zur Inflation. „Wissen Sie, wer die Inflation nicht liebt, Herr Präsident? Arbeitnehmerfamilien, die sich wegen Ihrer katastrophalen Politik kaum noch Sprit, Lebensmittel und andere lebensnotwendige Dinge leisten können“, schrieb er.

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