Die neuen Empfehlungen erleichtern Britinnen und Briten den Urlaub in Reisezielen wie Dubai und Doha.
Das britische Außenministerium hat seine Reisehinweise für einige Länder im Nahen Osten herabgestuft, nachdem die USA und der Iran ein Memorandum of Understanding unterzeichnet haben.
Die neuen Empfehlungen erleichtern es britischen Urlauberinnen und Urlaubern, Ziele wie Dubai und Doha zu besuchen.
Andere europäische Regierungen haben ihre Vorgaben allerdings noch nicht geändert. Bürgerinnen und Bürger sollten deshalb die aktuellen Hinweise ihres eigenen Landes prüfen, denn Warnungen vor „allen nicht unbedingt notwendigen Reisen“ können den Versicherungsschutz aufheben.
Trotz der Schritte hin zu einem Ende des Kriegs im Nahen Osten nehmen Fluggesellschaften ihre Verbindungen in die Region nicht im Eiltempo wieder auf. Die meisten halten an den bereits angekündigten Terminen für den Neustart ihrer Strecken fest. Eine ausführliche Übersicht finden Sie hier.
Großbritannien lockert Reisehinweise für den Nahen Osten
Das britische Foreign, Commonwealth & Development Office (FCDO) rät nicht mehr von allen nicht unbedingt notwendigen Reisen in die VAE, nach Bahrain, Katar und Kuwait ab, ebenso wenig für die Ostprovinz und die Provinz Riad in Saudi-Arabien.
Zuvor hatte die Behörde bereits ihre Empfehlungen für Jordanien angepasst. Dort rät sie nur noch von allen Reisen in Gebiete innerhalb von drei Kilometern zur Grenze mit Syrien ab.
Von allen Reisen in den Iran, nach Syrien und in den Jemen rät sie weiterhin dringend ab.
Trotz der Lockerungen mahnt das FCDO weiter zur Vorsicht. „Die Lage bleibt unvorhersehbar, und Angriffe können kurzfristig wieder einsetzen“, heißt es in einer Erklärung.
Sollten die Kämpfe wieder aufflammen, sollten britische Staatsangehörige das Dokument „If you’re affected by a crisis abroad” (Quelle auf Englisch) lesen und den Anweisungen der lokalen Behörden folgen.
Das FCDO empfiehlt Reisenden außerdem, die lokalen und internationalen Medien aufmerksam zu verfolgen, sich von Gebieten in der Nähe von Sicherheits- oder Militäreinrichtungen fernzuhalten, ihre Abreisepläne regelmäßig zu überprüfen und sicherzustellen, dass ihre Reisedokumente gültig sind.
Europäische Regierungen halten an Reisewarnungen für den Nahen Osten fest
Reisende aus anderen europäischen Ländern sollten die Hinweise ihrer eigenen Regierungen prüfen, denn viele wurden bislang nicht aktualisiert.
So hält das irische Außenministerium (Department of Foreign Affairs, DFA) weiter an Warnungen vor nicht unbedingt notwendigen Reisen in die VAE, nach Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, Bahrain und Jordanien fest. Für den Iran, Israel und den Libanon gilt zudem eine ausdrückliche „Reisen Sie nicht“-Empfehlung.
Das deutsche Auswärtige Amt rät weiterhin nachdrücklich von Reisen in die VAE, nach Saudi-Arabien, Katar, Oman, Jordanien und Bahrain ab.
„Die Sicherheitslage in der Region bleibt höchst volatil; eine weitere Zuspitzung der Lage, einschließlich erheblicher Einschränkungen im Luftverkehr, kann nicht ausgeschlossen werden“, heißt es für die meisten Länder.
Die französischen Behörden raten ebenfalls weiterhin von Reisen in die VAE, nach Saudi-Arabien, Katar und Kuwait ab, es sei denn, es liegen zwingende Gründe vor.
Reisende sollten bedenken, dass eine Reise in eine Region, für die das Außenministerium ihres Heimatlands ausdrücklich abrät, den Schutz ihrer Reiseversicherung zunichtemachen kann.