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Welche europäischen Städte haben den teuersten Nahverkehr?

Luxemburg-Stadt ist für ihren kostenlosen öffentlichen Nahverkehr im gesamten Stadtgebiet bekannt.
Luxemburg-Stadt ist für ihren kostenlosen öffentlichen Nahverkehr im gesamten Stadtgebiet bekannt. Copyright  Marc Blue/Unsplash
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Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am
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Eine neue Greenpeace-Studie zeigt: Seit 2023 sind Ticketpreise in vierzehn europäischen Hauptstädten gestiegen, teils um über 50 Prozent; in vier weiteren wurde ÖPNV günstiger.

Öffentlicher Nahverkehr spielt bei der Planung eines Städtetrips eine große Rolle. Nun zeigt sich: In der Hälfte der europäischen Hauptstädte liegen die Preise für Bus und Bahn auf Rekordniveau.

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Eine neue Untersuchung von Greenpeace zeigt, dass die Ticketpreise in 14 europäischen Hauptstädten in den vergangenen drei Jahren deutlich gestiegen sind.

Die Organisation hat die 27 EU-Staaten sowie das Vereinigte Königreich, die Schweiz und Norwegen und deren Hauptstädte analysiert. Im Fokus standen Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Monats- und Jahrestickets im öffentlichen Verkehr.

Untersucht wurden außerdem Reichweite und Umfang der langfristigen Tickets: Welche Regionen sind abgedeckt und welche Verkehrsmittel sind im Preis enthalten. Greenpeace bewertete auch die soziale Ausgestaltung, also Preisnachlässe für besonders verletzliche Gruppen, sowie die Mehrwertsteuer auf Nahverkehrstickets.

Greenpeace (Quelle auf Englisch) fordert von nationalen und kommunalen Behörden die Einführung bezahlbarer „Klimatickets“. Sie sollen nicht nur Fahrgästen zugutekommen, sondern auch Emissionen aus Straßen- und Luftverkehr senken und die Abhängigkeit der EU von fossilen Brennstoffen verringern.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse.

Öffentlicher Nahverkehr in Europa: Ticketpreise steigen - aber nicht überall

London, Amsterdam und Paris gehören zu den beliebtesten Städtezielen in Europa. Sie gelten auch als besonders teuer. Entsprechend führen sie die Liste der höchsten Monatspreise im Nahverkehr an.

In London kostet ein Monatsticket 162 Euro. Es folgen Amsterdam mit 107 Euro und Paris mit 77 Euro.

Den stärksten Anstieg bei den langfristigen Tickets seit 2023 verzeichnet die zyprische Hauptstadt Nikosia mit plus 67 %. Dahinter folgen Amsterdam (+55 %), Madrid (+50 %) und Bratislava (+32 %).

Auch Berlin und Wien melden deutliche Aufschläge: plus 29 bzw. 26 %. In Kopenhagen, Bukarest, Vilnius, Brüssel und London stiegen die Preise im gleichen Zeitraum um mindestens 10 %.

Ein wichtiger Kostentreiber im EU-Nahverkehr ist die Mehrwertsteuer. Im Schnitt liegen die Steuersätze bei elf Prozent. Sieben Länder haben die Mehrwertsteuer auf Tickets seit 2023 zusätzlich angehoben.

Es gibt aber auch positive Entwicklungen.

In vier europäischen Hauptstädten sind die Preise für Langzeitkarten seit 2023 sogar gesunken.

Besonders stark ist der Rückgang in Dublin mit minus 42,5 %.

Im traditionell teuren Oslo fielen die Tarife um 11,5 %, in Bern gingen sie um 6,6 % zurück und in Budapest um 5,8 %.

In 12 weiteren Hauptstädten blieben die Preise seit 2023 stabil.

Seit 2023 haben zwei weitere Länder - Spanien und Slowenien - eine landesweite Nahverkehrskarte eingeführt. Dennoch bieten erst acht von 30 europäischen Staaten kostenlosen öffentlichen Verkehr oder sehr günstige, allgemeine Langzeittickets.

In dieser Kategorie liegen Luxemburg, Malta und Slowenien vorn. Finnland, Griechenland und Norwegen schneiden bei Erschwinglichkeit und Verfügbarkeit nationaler Tickets am schlechtesten ab und erheben zudem überdurchschnittlich hohe Mehrwertsteuer auf den Binnenverkehr.

Beim Vergleich der Städte nach Verfügbarkeit, Bezahlbarkeit und sozialer Ausgestaltung von Langzeittickets schneiden Tallinn, Luxemburg-Stadt und Valletta am besten ab.

Dahinter folgen Prag auf Rang vier, Rom auf Rang fünf und Athen auf Rang sechs. Die Top acht komplettieren Sofia und Wien auf den Plätzen sieben und acht.

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