Budapest empfängt am 30. Mai Tausende Fans von PSG und Arsenal zum europäischen Fußball-Showdown um den Titel.
Nach einhundertachtundachtzig Spielen steht das Finale fest: In dieser Saison der UEFA Champions League kämpfen nur noch zwei Teams um den Titel, Paris Saint-Germain und der FC Arsenal. Sie treffen sich im Endspiel in Budapest.
Am Samstag, den 30. Mai, reisen Tausende Fans aus ganz Europa in die ungarische Hauptstadt – zum großen Finale, mit oder ohne Ticket.
PSG- und Arsenal-Anhänger durchforsten in Eile Flug- und Hotelportale. Euronews Travel zeigt, was sie in der „Perle der Donau“ nicht verpassen sollten.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten
Budapest besteht aus zwei Stadtteilen, Buda und Pest, die der Fluss Donau trennt. Die Stadt wird als Reiseziel immer beliebter bei Touristinnen und Touristen – dank ihrer Bäderkultur und ihrer bewegten Geschichte.
Besucher sollten unbedingt eine der vielen Ruinenbars in leerstehenden Häusern ausprobieren und den kräftigen Kräuterlikör Unicum probieren.
Für Kulturfans gehört ein Besuch der Fischerbastei beim Burgviertel von Buda zum Pflichtprogramm. Der Bau aus dem 19. Jahrhundert diente einst als Aussichtsturm, heute ist er weltbekannt für einige der schönsten Panoramablicke über die Stadt.
Ferenc Puskás: Ungarns Fußballlegende
Besucherinnen und Besucher merken schnell, dass Ferenc Puskás in Budapest allgegenwärtig ist – der größte Fußballstar des Landes und Kapitän der legendären „Magischen Magyaren“. Herzstück der Stadt ist die nach ihm benannte Puskás Aréna, das Nationalstadion, das an Stelle des früheren Népstadion steht.
Direkt neben der Arena zeichnet das Puskás-Museum sein Leben und seine Karriere nach – mit Erinnerungsstücken, Pokalen und Ausstellungen zur goldenen Ära des ungarischen Fußballs.
In der ganzen Stadt finden sich Hommagen an Puskás, von Metrostationen und Statuen bis zu Fußball-Graffitis und Wandgemälden, die den Stürmer feiern, den viele als einen der größten Spieler aller Zeiten ansehen.
Als Star von Real Madrid erzielte Puskás für Ungarns „goldene Elf“ zwei Treffer beim 6:3-Sieg über England im Jahr 1953.
Viele sprechen von einem „Spiel des Jahrhunderts“. Der inzwischen verstorbene, legendäre Sportjournalist Pat Ward-Thomas von The Guardian (Quelle auf Englisch) schrieb damals: „Ungarn erteilte England hier heute Nachmittag eine harte Lektion in den Künsten des Association Football – wahrscheinlich die beste Offensivleistung, die man je in einem Länderspiel in Großbritannien gesehen hat.“
Fußball ist fest in Budapest verankert. Traditionsklubs und erbitterte Rivalitäten prägen die Sportkultur der Stadt. Die klassischen drei großen Vereine sind Ferencvárosi TC, MTK Budapest FC und Újpest FC.
Das Finalstadion
Im Zentrum der Fußballszene steht die Puskás Aréna mit Platz für 61 400 Zuschauer. In diesem Jahr beherbergt sie das Finale der Champions League. Normalerweise trägt hier die ungarische Nationalmannschaft ihre Heimspiele aus; 2023 fand dort bereits das Finale der UEFA Europa League statt.
Die Arena liegt nur drei Kilometer östlich der Innenstadt und gehört damit zu den am leichtesten erreichbaren Großstadien Europas. Vom Flughafen Budapest Ferenc Liszt sind es etwa sechzehn Kilometer.
Am Finaltag öffnen die Tore um 15 Uhr, also drei Stunden vor dem Anpfiff um 18 Uhr. Die UEFA rät Fans, etwa drei Stunden vor Spielbeginn im Stadion zu sein, um genügend Zeit für Ticket- und Sicherheitskontrollen einzuplanen.
Champions Festival
Vor der Kulisse des monumentalen Heldenplatzes bringt das UEFA Champions Festival (Quelle auf Englisch) die Stimmung des größten europäischen Klubwettbewerbs ins Herz von Budapest. Das viertägige Event läuft vom 28. bis 31. Mai, ist für alle offen und kombiniert fußballbezogene Spiele, Mitmachaktionen der Sponsoren und Live-Unterhaltung.
Besucher können interaktive Angebote, Überraschungsgäste und ausgelassene Fanstimmung erwarten, je näher das Finale der UEFA Champions League rückt. Auch ohne Ticket lässt sich hier bestens Vorfreude tanken.
Sportsbars
Budapest steht vor einem „Fußballsommer mit randvollem Programm“, schreibt Time Out (Quelle auf Englisch). Pubs und Bars, in denen Fans Spiele live verfolgen können, gibt es reichlich.
Zu den Favoriten des Magazins zählen Jack Doyle’s, ein alteingesessener Pub in irischer Hand, der „authentisch wirkt und trotzdem nicht vergisst, dass er in Budapest steht“, und die Keller-Sportsbar Champs im Stadtzentrum.
Ein weiterer Hotspot ist das 6:3 Borozó, benannt nach dem legendären 6:3 zwischen Ungarn und England im Jahr 1953. Es sei „eine der ältesten Fußballbars in Europa, von Budapest ganz zu schweigen“, so Time Out.
Dies sei eine „großartige Barstadt“, findet auch der Libero Guide (Quelle auf Englisch). Zentrum ist der VII. Bezirk zwischen der Großen Synagoge und dem Klauzál tér. Als „fußballfreundlichste“ der inzwischen überaus bekannten Ruinenbars gelten UdvarROM und der angrenzende Füge Udvar.
Hotels und Unterkünfte
An Unterkünften mangelt es der Stadt nicht: Laut dem Tourismusdatenbestand des Ungarischen Zentralamts für Statistik (KSH) bot Budapest im Jahr 2024 rund 65 600 Hotelzimmer.
Als Übernachtungsviertel empfiehlt Booking.com (Quelle auf Englisch) den XIV. Bezirk. Zugló liegt nur vier Kilometer von der Puskás Aréna entfernt.
Von dort brauchen Fans etwa 25 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder rund 15 Minuten mit dem Auto. Um Staus zu vermeiden, rät die Seite, zur Puskás Aréna mit Metro oder Straßenbahn zu fahren.
Die Budapester Hotellandschaft lebt von ikonischen Häusern, die die reiche Architektur- und Kulturgeschichte der Stadt widerspiegeln. Direkt an der Donau sticht das Four Seasons Hotel Gresham Palace hervor, die wohl berühmteste Luxusadresse der Hauptstadt. Die detailgetreu restaurierten Jugendstil-Innenräume bieten einen Logenblick auf die Kettenbrücke.
Das Anantara New York Palace Budapest schlägt den Bogen zur literarischen Vergangenheit der Stadt. Es beherbergt das prunkvolle New York Café, das oft als eines der schönsten Kaffeehäuser der Welt beschrieben wird.
Zu den Neuzugängen zählen das im April eröffnete The St. Regis Budapest im historischen Klotild-Palast sowie das Kimpton BEM Budapest auf der Buda-Seite der Donau in der Nähe der Margaretenbrücke.
Flughafen und Flüge
Der Flughafen Budapest Liszt Ferenc ist das wichtigste internationale Drehkreuz Ungarns und bietet Verbindungen zu und von allen großen Zielen Europas, darunter Paris und London. Ein Expressbus verbindet den Flughafen direkt mit dem Stadtzentrum; die Fahrt dauert etwa vierzig bis fünfzig Minuten.
Arsenal (Quelle auf Englisch) hat einen speziellen Charterflug für Fans organisiert, die ihre Tickets über den Klub erhalten haben. Der Flug kostet 859 Pfund pro Person, startet am Morgen des Samstag, 30. Mai, in London-Luton und kehrt in den frühen Morgenstunden des Sonntag, 31. Mai, nach Spielende zurück.
Unterwegs in der Stadt
Die UEFA hat bestätigt, dass es am Spieltag in Budapest für Ticketinhaber kostenlosen Nahverkehr geben wird. Sie können kostenlos mit den Metrolinien 1, 2, 3 und 4 fahren, mit der Straßenbahnlinie 1, dem Sonderbus „Champions Express“ zwischen Flughafen und Innenstadt sowie der regulären Buslinie 200E auf derselben Strecke.
In der Stadt selbst kommen Besucher gut mit dem öffentlichen Verkehrsnetz voran, das Metro, Straßenbahnen, Busse, Oberleitungsbusse und Vorortzüge umfasst.
Budapest (Quelle auf Englisch) verfügt außerdem über ein dichtes Netz an Radwegen. Besucher können Räder in Verleihshops mieten oder das öffentliche Bikesharing-System nutzen.