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Europäische Verteidigung: Industrie will Bürokratische Hindernisse beseitigen

Europa kümmert sich verstärkt um seine militärische Verteidigungsfähigkeit (Archivbild)
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Von Foteini Doulgkeri
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Nach Jahrzehnten begrenzter Investitionen in die Verteidigung geht es in Europa nun um Aufrüstung. Die Herausforderung besteht darin, verlorenen Boden rasch wieder gutzumachen. Thema auch bei der DEFEA-Konferenz diese Woche in Athen.

Angesichts der neuen Kriege in diesem Jahrzehnt arbeitet Europa am Ausbau seiner Verteidigungsfähigkeit. Nach Einschätzung von Experten kommt es dabei nicht nur auf Technologie und verfügbare Ressourcen an, sondern vor allem auf eine rasche Anpassung, die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen und die Überwindung bürokratischer Hindernisse.

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Dies war auch Thema bei der DEFEA-Konferenz in Athen in dieser Woche. Dort wurde betont, dass die Wirksamkeit der europäischen Verteidigungsanstrengungen in hohem Maße von der Koordinierung zwischen NATO und EU abhängt - und davon, wie bereit die Industrie ist.

Jyoti Hirani-Driver, Chief Operating Officer des Innovationsprogramms NATO DIANA des nordatlantischen Verteidigungsbündnisses, zeigte sich am Rande der Konferenz optimistisch:

"Es ist kein Geheimnis, dass europäische Investition und Entwicklung hinter den USA zurückbleibt. Aber ich halte das nicht für ein Problem, da wir steigende Ausgaben der europäischen Länder beobachten. Sie wollen wirklich in Verteidigungsinnovationen investieren, und aus dem Blickwinkel von NATO DIANA sehe ich europäischen Erfindergeist, ich sehe großartige Innovationen in ganz Europa. Jedes Jahr haben wir höhere Qualität und Innovationen von unseren Innovatoren in ganz Europa. Ich finde das fantastisch, aber es ist ein gemeinsamer Lernprozess. Und deshalb gefällt uns das bei NATO DIANA so gut. Wir können von Amerika und Kanada lernen, aber sie können auch von Europa lernen.“

Hirani-Driver nannte unter anderem Überwachungs- und Detektionstechnologien sowie Beispiele europäischer Start-ups. "Wir arbeiten mit Innovatoren in einem breiten Spektrum von Technologien zusammen. Es ist äußerst wichtig, dass die Einsatzkräfte im Feld genaue und schnelle Informationen erhalten, damit sie wirksam eingreifen können."

Nach Ansicht des Generalsekretärs der Lobbyorganisation Europäischer Verband der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie, Camille Grant, kommt es darauf an, sicherzustellen, dass das Innovationstempo nicht durch bürokratische Hindernisse ausgebremst wird. Die Erfahrung der Ukraine zeige, wie wichtig eine rasche Anpassung und Modernisierung sei. Innovation gehe sowohl von kleinen und neu gegründeten Unternehmen als auch von Großunternehmen aus, die in Forschung und Entwicklung investieren.

Nach Einschätzung der Vertreter von Industrie und Regierungen, die sich auf der DEFEA austauschten, steht Europa nach Jahrzehnten begrenzter Verteidigungsinvestitionen vor einem schwierigen, aber notwendigen Aufrüstungssprung. Die Herausforderung: Verlorener Boden muss rasch wieder gutgemacht werden - doch die Stärkung der Verteidigungsindustrie braucht Zeit, Koordination und eine klare strategische Ausrichtung.

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