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Griechenland oder Türkei: Wo machen Europäer diesen Sommer am günstigsten Urlaub?

Marmaris in der Türkei gilt als eines der günstigsten Urlaubsziele Europas.
Marmaris in der Türkei gilt als eines der günstigsten Reiseziele Europas. Copyright  Mustafa Ayaz/Unsplash
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Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am
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Die Türkei bleibt Spitzenreiter für günstige All-inclusive-Reisen und niedrige Alltagskosten. Euronews Travel vergleicht, ob Urlauber 2026 dort oder in Griechenland mehr fürs Geld bekommen.

Griechenland und die Türkei haben lange um den Titel des günstigsten Sommerziels Europas konkurriert. Im Jahr 2026 verschiebt sich das Kräfteverhältnis jedoch.

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Zwar lockt die Türkei viele Reisende noch mit niedrigen Preisen, doch die hohe Inflation hat die Kosten in einigen ihrer beliebtesten Ferienorte stark steigen lassen. Deshalb zieht es immer mehr türkische Urlauber stattdessen ins Nachbarland Griechenland.

Von Strandtavernen bis Pauschalreisen: Die beiden Schwergewichte des Mittelmeer-Tourismus konkurrieren inzwischen längst nicht mehr nur um Sonnenschein.

Ein kürzlich erschienener Bericht von Euronews zeigt: Der Reiseverkehr zwischen Griechenland und der Türkei hat sich verdreifacht – allerdings nur in eine Richtung.

Griechinnen und Griechen meiden die gestiegenen Preise in der Türkei zunehmend, türkische Touristinnen und Touristen strömen hingegen nach Griechenland.

Nach Angaben diplomatischer Kreise stellt allein das griechische Konsulat in Istanbul derzeit rund 1.300 Visa pro Tag aus, die meisten davon als Mehrfachvisa. Viele Menschen aus der Türkei nutzen sie für wiederholte Urlaubs- und Einkaufsreisen, denn Lebensmittel und andere Waren sind jenseits der Grenze meist günstiger.

Doch welches der beiden Länder ist 2026 tatsächlich die bessere Wahl für einen preiswerten Urlaub?

Der jährliche Post Office Travel Money Family Holiday Report (Quelle auf Englisch) zeigt, in welchen europäischen Urlaubsorten Familien aus dem Vereinigten Königreich am meisten für ihr Geld bekommen. Die jüngste Ausgabe, Ende 2025 erschienen, vergleicht, was zehn typische Urlaubsutensilien in 16 Reisezielen kosten. Dazu zählen etwa Getränke, Snacks, Mittag- und Abendessen sowie Sonnencreme.

Gemäß der Auswertung ist Marmaris in der Türkei das insgesamt günstigste Ziel und verdrängt damit die bisherige Nummer eins, Sunny Beach in Bulgarien.

Beide Ziele rechnen allerdings nicht in Euro. Dadurch können sie insgesamt attraktivere Preise bieten.

Zudem ist die türkische Lira derzeit besonders schwach, sodass Urlauberinnen und Urlauber vor Ort deutlich mehr für ihr Geld bekommen.

Trotz der gemeinsamen Währung Euro schneidet Griechenland im Ranking dennoch gut ab: Kreta, Kos und Rhodos belegten den siebten, achten und neunten Platz.

Den Daten zufolge verzeichnete Griechenlands größte Insel, Kreta, einen besonders deutlichen Preisrückgang: Die Kosten lagen fast acht Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Klar ist: Sowohl Griechenland als auch die Türkei sind große Länder mit unzähligen Urlaubsorten. Entsprechend stark können die Preise je nach Region schwanken.

Reiseziele mit Bedacht wählen

Die Online-Reiseplattform eSky.com (Quelle auf Englisch) verfügt über Einblicke direkt aus der Praxis, die sie mit Euronews Travel geteilt hat.

„Griechenland ist derzeit tatsächlich eines der günstigsten Sommerreiseziele Europas“, sagt Katarzyna Hauton, Group Brand Manager bei eSky.com.

„Eine Woche auf Kreta, inklusive Flügen, Hotel und Halbpension, gibt es ab etwa 388 Euro pro Person – das ist für einen Mittelmeerurlaub kaum zu unterbieten.“

Kreta, Griechenlands größte Insel, bleibt für Urlauberinnen und Urlauber ein preiswertes Ziel
Kreta, Griechenlands größte Insel, bleibt für Urlauberinnen und Urlauber ein preiswertes Ziel Alexander Slash/Unsplash

In der Türkei lohnen sich häufig vor allem All-inclusive-Pauschalreisen. Laut eSky lassen sich zwar Reisen an Spaniens Costa Dorada, nach Zypern und nach Sunny Beach teilweise günstiger buchen als vergleichbare Angebote in der Türkei, dennoch bleibt das eurasische Land insgesamt preiswert.

„Solche Reisen gibt es ab etwa 524 Euro pro Person“, sagt Hauton. „Damit liegt die Türkei preislich noch vor mehreren anderen beliebten Sommerzielen.“

Durch die schwache Währung und die vergleichsweise niedrigen Betriebskosten kann die Türkei bei ähnlichen Angeboten deutlich günstigere Preise als Griechenland bieten – vor allem bei Hotels, Restaurants und Ausflügen. Allerdings ist die Inflation im Land in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Ganz so extrem billig wie noch vor Kurzem ist das Reiseziel daher nicht mehr.

In Griechenland gelten Inseln wie Mykonos und Santorin weiterhin als extrem teuer, und die Preise für Pauschalreisen dorthin ziehen mit der wachsenden Nachfrage weiter an.

Abseits dieser Hotspots bietet das Land aber nach wie vor ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Inseln wie Kefalonia, Rhodos oder Lefkada sind oft deutlich erschwinglicher.

Für Sonnenhungrige mit begrenztem Budget ist die Entscheidung also nicht mehr so eindeutig wie früher.

Die Türkei liegt bei All-inclusive-Angeboten und den täglichen Ausgaben in vielen Badeorten weiter vorn. Griechenland zeigt jedoch zunehmend, dass Urlaub dort nicht automatisch Luxuspreise bedeuten muss – vor allem jenseits der berühmtesten Inseln.

Letztlich können beide Länder auch 2026 noch einen günstigen Mittelmeerurlaub ermöglichen. Entscheidend ist, die teuersten Hotspots zu meiden und zu wissen, wo sich das Reisebudget vor Ort am weitesten strecken lässt.

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