Nach Tagen mit Sonne und Temperaturen um die 30 Grad zieht am Wochenende eine Gewitterfront über Deutschland und Teile Europas. Meteorologen warnen vor Starkregen, Hagel und Sturmböen. Besonders im Westen und Süden steigt die Unwettergefahr deutlich an.
Sommerhoch BORIS beschert uns in diesen Tagen noch einmal viel Sonne und Wärme: blauer Himmel, Temperaturen bis zu 30 Grad und vielerorts perfektes Badewetter. Doch damit dürfte vorerst Schluss sein. Bereits ab Freitag rechnen Meteorologen mit kräftigen Gewittern.
Betroffen sind zunächst der Westen und Nordwesten Deutschlands, später auch die Mitte und der Süden. Auch in Teilen Frankreichs, der Schweiz, Österreichs und Tschechiens steigt die Unwettergefahr.
Bäume könnten umstürzen, Gegenstände umhergewirbelt werden
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Besonders ab Freitagnachmittag könnten sich laut DWD lokal unwetterartige Gewitter entwickeln. Stellenweise müsse „mit heftigem Starkregen, größerem Hagel und schweren Sturmböen gerechnet werden.“
Während es im Norden bereits etwas kühler wird, bleibt es im Süden und Südwesten zunächst hochsommerlich. Vor allem am Oberrhein, in Rheinland-Pfalz und im Rhein-Main-Gebiet sind noch einmal Temperaturen zwischen 29 und 33 Grad möglich.
Gleichzeitig dreht die Strömung und führt feuchtwarme Luft nach Deutschland. Dadurch steigt die Schwüle deutlich an – und damit auch das Risiko kräftiger Gewitter. Laut DWD sind lokal Starkregenmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde möglich. Vereinzelt könnten auch schwere Sturmböen mit bis zu 90 Stundenkilometern auftreten.
Bei solchen Windgeschwindigkeiten können Bäume umstürzen und Gegenstände umhergewirbelt werden. Es besteht dann im Freien Lebensgefahr. Der Schwerpunkt befindet sich am Abend voraussichtlich in Niedersachsen und Norden Nordrhein-Westfalens.
Gewitter breiten sich aus, Temperaturen gehen leicht zurück
Die ersten kräftigen Gewitter werden am Freitag im Nordwesten erwartet – unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In der Nacht zum Samstag sollen sie sich weiter Richtung Osten und Südosten ausbreiten.
Am Samstag und Sonntag bleibt die Wetterlage laut Vorhersagen wechselhaft und schwülwarm. Besonders in der Mitte und im Süden Deutschlands rechnen Meteorologen erneut mit kräftigen Gewittern und lokalem Unwetterpotenzial. Im Nordosten bestehen dagegen die besten Chancen auf längere sonnige Abschnitte.
Auch die Waldbrandgefahr bleibt trotz der angekündigten Gewitter hoch. Mit dem Wetterumschwung sinken die Temperaturen zwar etwas, vielerorts bleibt es aber sommerlich warm. An den Küsten werden wegen auffrischenden Winds teils nur noch 15 bis 18 Grad erreicht, während im Süden weiterhin Werte deutlich über 25 Grad möglich sind.