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Kanarische Inseln führen freiwillige Touristenabgabe für Nachhaltigkeitsprojekte ein

Behörden überprüfen die über REGNEXT finanzierten Projekte anhand ihrer Ergebnisse, etwa weniger Emissionen, renaturierte Lebensräume und erholte Arten.
REGNEXT überwacht seine Projekte und prüft, ob sie Emissionen senken, Lebensräume wiederherstellen und Artenbestände erholen. Copyright  Photo by Cristian Palmer on Unsplash
Copyright Photo by Cristian Palmer on Unsplash
Von Fakhriya M. Suleiman
Zuerst veröffentlicht am
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Statt einer Pflichtabgabe setzen die Kanarischen Inseln auf freiwillige Beiträge von Reisenden für Naturschutz- und Gemeinschaftsprojekte, um den Tourismus nachhaltiger zu machen.

Die Kanarischen Inseln sind für ihr ganzjähriges Sonnenwetter, ihr mildes Klima, Strände zum Entspannen oder für Wassersport und ihre große Artenvielfalt bekannt. Sie zählen zu den beliebtesten Touristenzielen Europas.

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Im Jahr 2025 empfing das spanische Archipel 18,4 Millionen Besucherinnen und Besucher, die im Schnitt rund neun Tage blieben. Anders als andere spanische Reiseziele wie Barcelona und die weitere Region Katalonien erheben die Kanaren bislang keine Abgabe von Urlaubern – künftig sollen Reisende aber freiwillig Beiträge leisten können, um die Nachhaltigkeitsbemühungen der Inseln zu unterstützen.

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat dafür die Initiative „Canary Islands Tourism Regeneration and Nature Restoration Fund“ gestartet, kurz RegNext. Mit Unterstützung des Spanischen Fremdenverkehrsamts im Vereinigten Königreich soll der Fonds Umwelt- und Gemeinschaftsprojekte finanzieren.

Das System soll auf allen Inseln gelten: Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera und El Hierro.

RegNext soll gewährleisten, dass die Einnahmen aus dem Tourismus die ökologische, soziale und kulturelle Stellung des Archipels stärken. Zugleich will sich die Region damit als Vorreiter im Bereich des regenerativen Tourismus und als Brutstätte für nachhaltige Ideen positionieren.

„In der ersten Phase von RegNext werden fünf Pilotprojekte ausgewählt: jeweils eines auf den Inseln mit der höchsten touristischen Belastung und ein übergreifendes Projekt sozialer Art für das gesamte Archipel“, teilte Canary Islands Tourism mit.

„Zur Umsetzung entwickelt die Kommission [der Alliance for Regenerative Tourism] ein freiwilliges, nachvollziehbares und transparentes Finanzierungssystem, das sicherstellt, dass die Mittel direkt und gezielt in Regenerationsprojekte fließen.“

Die über RegNext geförderten Projekte werden an ihren Ergebnissen gemessen. Dazu gehören weniger Emissionen, die Wiederherstellung von Lebensräumen, die Rückkehr von Arten, eine Aufwertung der Landschaft, die Schaffung grüner Arbeitsplätze und damit verbunden die Verringerung von Armut.

Nach Angaben von Canary Islands Tourism trägt die Branche bereits dazu bei, die Arbeitslosigkeit zu senken. Der Tourismus sichert derzeit Jobs für 280.534 Menschen.

Zu den Unterstützern von RegNext gehört auch easyJet holidays. Der britische Reiseveranstalter nennt die Initiative einen „großen Schritt nach vorn für regenerativen Tourismus“ und hat eine Absichtserklärung zusammen mit anderen Unternehmen der Reisebranche wie TUI, Expedia, Jet2 und Jet2holidays unterzeichnet. Auch UN Tourism unterstützte die Unterzeichnung der Vereinbarung.

„Wir bei easyJet holidays sind überzeugt, dass Reiseziele dann aufblühen, wenn der Tourismus die Orte und Gemeinschaften aktiv unterstützt, die Urlaub überhaupt möglich machen“, hieß es in einer Stellungnahme (Quelle auf Englisch). „RegNext wird den Wert des Tourismus in Naturschutz, Klimawiderstandsfähigkeit und Vorteile für die lokalen Gemeinschaften auf allen Inseln lenken.“

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