Edinburgh ist die erste Stadt Schottlands mit einem solchen Modell. Damit will sie jährlich bis zu 50 Millionen Pfund (58 Millionen Euro) einnehmen.
Reisende nach Edinburgh müssen ab Freitag, 24. Juli, eine Touristenabgabe zahlen.
Auf den Preis aller kostenpflichtigen Übernachtungen in der schottischen Hauptstadt kommt nun eine Abgabe von fünf Prozent.
Edinburgh ist die erste Stadt Schottlands mit einer solchen Regelung. Die Kommune hofft, damit pro Jahr bis zu 50 Millionen Pfund (58 Millionen Euro) einzunehmen und so ihre internationale Attraktivität als Reise- und Wohnort weiter auszubauen.
Edinburgh: Touristenabgabe tritt in Kraft
Die Besucherabgabe wurde im Januar 2025 offiziell beschlossen. Der Stadtrat stimmte einem Vorschlag zu, Gäste in Hotels, Pensionen, Hostels und Ferienunterkünften, einschließlich Airbnbs, mit einer Gebühr zu belegen.
Die Abgabe von fünf Prozent gilt für alle Vorausbuchungen, die seit dem 1. Oktober 2025 vorgenommen wurden. Sie betrifft Aufenthalte, die am 24. Juli 2026 oder später beginnen.
Die Abgabe fällt höchstens für fünf aufeinanderfolgende Nächte an und bleibt das ganze Jahr über gleich hoch.
„Wir wissen, dass die Beliebtheit der Stadt einen Preis hat. Sie belastet unsere Dienstleistungen und die Menschen, die hier das ganze Jahr über leben und arbeiten“, sagt Jane Meagher, Vorsitzende des Stadtrats.
„Der kleine zusätzliche Beitrag der Übernachtungsgäste hilft uns, Dienstleistungen und öffentliche Räume zu verbessern, auf die wir alle angewiesen sind, und die Auswirkungen des Tourismus und großer Veranstaltungen besser zu steuern.“
Was bringt die Touristenabgabe Edinburgh?
Im Februar billigte der Stadtrat das erste umfassende Paket von Investitionsprogrammen, die aus den Einnahmen der Abgabe finanziert werden.
Über die nächsten drei Jahre sollen dafür mehr als 90 Millionen Pfund (105,3 Millionen Euro) bereitstehen. Die ersten Programme sind in drei Bereiche gegliedert: städtische Abläufe und Infrastruktur, Kultur, Erbe und Veranstaltungen sowie Destinations- und Besuchermanagement.
Mehrere kurzfristige Projekte laufen bereits. Dazu gehört ein Beitrag von 132.000 Pfund (154.400 Euro) für den Festival Carnival und die Mardi-Gras-Veranstaltungen in Edinburgh. Zudem arbeitet die Stadt mit Police Scotland zusammen, um eine spezielle Polizeieinheit für das Stadtzentrum aufzubauen und so die Sicherheit dort zu erhöhen.
In den kommenden drei Jahren sollen weitere Vorhaben folgen. Dazu zählen 1,3 Millionen Pfund (1,52 Millionen Euro) für zusätzliche Einsatzdienste im Stadtzentrum, etwa für Abfallentsorgung, Reinigung und Kontrollen. Außerdem fließen 2 Millionen Pfund (2,34 Millionen Euro) und 2,5 Millionen Pfund (2,93 Millionen Euro) in die Umgestaltung wichtiger Besucherziele an der Küste, dem Cramond-Strand und der Promenade von Portobello.
Parks stehen ebenfalls im Fokus. Die Stadt erhöht die Budgets für Reparaturen, verdoppelt die Zahl der Parkranger und investiert zusätzlich in Bepflanzung, etwa in blumige Eingangsbereiche, um die Grünflächen attraktiver zu machen.
„Von erneuerten öffentlichen Räumen über bessere Besucherinfrastruktur bis hin zu hochwertigeren Angeboten: Wir sind überzeugt, dass die Abgabe dazu beiträgt, Edinburgh weiterhin einladend, widerstandsfähig und erfolgreich zu halten“, sagt Julie Ashworth, Vorsitzende des Edinburgh Visitor Levy Advisory Forum.