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Ukrainische Drohnen greifen Chemiefabrik in Russland an: Mehrere Tote in Region Smolensk

Nach Angaben der russischen Behörden wurden bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine Chemiefabrik in der Region Smolensk 7 Menschen getötet
Nach Angaben der russischen Behörden wurden bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine Chemiefabrik in der Region Smolensk 7 Menschen getötet Copyright  Telegram/Exilenova_plus
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Von Irina Sheludkova mit AFP
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Die ukrainischen Streitkräfte führten den Angriff offenbar am Mittwochabend aus. Das Unternehmen soll Chemikalien herstellen, die nicht nur zur Herstellung von Düngemitteln, sondern auch von Sprengstoffen verwendet werden. Smolensk liegt im Westen Russlands, unweit der Grenze zu Belarus.

Bei einem Luftschlag auf die Stickstoffdünger-Produktionsanlage Dorogobuzh PJSC in der Region Smolensk im Westen Russlands wurden nach Angaben der örtlichen Behörden sieben Menschen getötet und zehn verletzt.

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Der Gouverneur der Region Smolensk, Wassili Anochin, sagte, alle Opfer und Verletzten seien Angestellte des Unternehmens. Spezialisten von Rostekhnadzor und Rosprirodnadzor würden hinzugezogen, um die Folgen zu beurteilen.

Dorogobuzh gehört zur Acron-Gruppe und stellt Stickstoff- und Mehrnährstoffdünger sowie Industrieprodukte her.

Fabrik soll Vorprodukte für Sprengstoff herstellen

Trotz der Behauptung der russischen Behörden, der Angriff habe einem friedlichen zivilen Unternehmen gegolten, handelt es sich bei den im Werk Dorogobuzh hergestellten Chemikalien um Grundbestandteile für die Herstellung industrieller und militärischer Sprengstoffe, wie etwa Ammoniumnitrat als Vorprodukt. Die Ukraine, die sich gegen eine russische Invasion wehrt, betrachtet solche Anlagen als legitime militärische Ziele.

Die Anlage in Dorogobuzh wurde bereits im Dezember letzten Jahres angegriffen.

Das russische Ermittlungskomitee erklärte, es sei ein Strafverfahren wegen eines Terroranschlags eingeleitet worden. Nach offiziellen Angaben griffen mindestens 30 mit Sprengsätzen ausgerüstete Drohnen das Werk am Mittwochabend an. Das Komitee erklärte, dass "Teile der Infrastruktur des Werks und das Gebäude der Feuerwache beschädigt wurden".

Schlag gegen Industrie in Region Smolensk

In den sozialen Netzwerken kursieren Videos mit Aufnahmen des ausgebrochenen Feuers.

Es wird berichtet, dass am Mittwochnachmittag der Hauptbrandherd gelöscht wurde. Die örtlichen Schulen wurden auf Fernunterricht umgestellt. Kindergärten schlossen vorübergehend. Die Behörden zogen sogar die Möglichkeit in Betracht, die Bevölkerung der angrenzenden Gebiete zu evakuieren.

Die Ukraine hat sich bisher nicht zu dem Anschlag geäußert.

Dorogobusch ist das größte Industrieunternehmen in der Region Smolensk. Es ist der größte Arbeitgeber, Steuerzahler und Exporteur in der Region.

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