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Polen wird zum neuen Hotspot für Private Equity in Osteuropa

Bei Euronews zu Gast: Kacper Taczek, CIO der PPF Group
Zu Gast bei Euronews: Kacper Taczek, CIO der PPF Group Copyright  Paweł Głogowski
Copyright Paweł Głogowski
Von Jan Bolanowski
Zuerst veröffentlicht am
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Westliche Investoren entdecken Polen neu: Warum der größte Markt Mittelosteuropas trotz politischer Risiken boomt.

Der Private-Equity-Markt in Mittel- und Osteuropa hinkt Westeuropa zwar noch hinterher – wächst aber rasant. Besonders Polen entwickelt sich zunehmend zum wichtigsten Ziel westlicher Investoren in der Region. Das erklärte Kacper Taczek von der tschechischen Investmentgruppe PPF beim Europäischen Wirtschaftskongress in Katowice.

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Nach Einschätzung des Managers, dessen Gruppe das Vermögen der Familie Kellner – der reichsten Familie Tschechiens – verwaltet, wird Polen für Fonds aus Großbritannien, Deutschland und den USA immer attraktiver.

„Polen und die gesamte Region werden für westliche Private-Equity-Häuser immer wichtiger“, sagte Taczek im Gespräch mit Euronews. Zwar sei noch deutlich weniger Kapital im Markt als in Westeuropa, das Volumen wachse jedoch kontinuierlich.

Polen als Zugpferd der Region

Besonders Polen profitiert von diesem Trend. Das Land gilt inzwischen als mit Abstand größter und bekanntester Markt Mitteleuropas – und zieht entsprechend immer mehr internationale Investoren an.

„Wir sehen eine deutlich stärkere Konkurrenz durch westliche Private-Equity-Fonds. Das zeigt, dass sich der Markt dynamisch entwickelt, auch wenn er noch zehn bis fünfzehn Jahre hinter Westeuropa zurückliegt“, so Taczek.

Mit dem wachsenden Kapital in Mittelosteuropa beginnen gleichzeitig auch Investoren aus der Region selbst, stärker nach Westeuropa zu expandieren.

„Der Wettbewerb endet heute nicht mehr an regionalen Grenzen. Wir schauen auf Deutschland, Skandinavien oder die Schweiz – und viele Unternehmen aus unserer Region tun inzwischen dasselbe“, erklärte der PPF-Manager.

Trotzdem bleibe Mittelosteuropa attraktiv – vor allem für Investoren mit lokaler Marktkenntnis.

Kacper Taczek im Gespräch mit Jan Bolanowski von Euronews
Kacper Taczek im Gespräch mit Jan Bolanowski von Euronews Paweł Głogowski

Wirtschaft wichtiger als Politik

Auffällig sei zudem ein Wandel bei den Investitionskriterien. Während früher vor allem hohe Wachstumsraten im Fokus standen, achten Fonds heute stärker auf Stabilität und Krisenresistenz.

„Früher zählte im Osten vor allem Wachstum. Heute wird die Widerstandskraft von Unternehmen immer wichtiger“, sagte Taczek.

Die PPF Group investiert deshalb gezielt in vergleichsweise robuste Branchen wie Telekommunikation und Infrastruktur – Sektoren, die weniger anfällig für politische Veränderungen seien.

Als Beispiel nennt Taczek Ungarn, wo die Gruppe aktuell eine größere Telekommunikations-Transaktion vorbereitet.

„Für uns macht es keinen großen Unterschied, ob Viktor Orbán oder Péter Magyar regiert“, sagte er. Politische Stabilität bleibe zwar wichtig, entscheidend sei am Ende jedoch die wirtschaftliche Entwicklung.

Cutter • Pawel Glogowski

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