Der Unfall ereignete sich im Stadtbezirk Seodaemun während einer Sicherheitsinspektion. Zuvor hatten Arbeiter eine Absenkung der Konstruktion um zwei Zentimeter festgestellt und die Bauarbeiten gestoppt. Nach Angaben der Feuerwehr gaben Trümmerteile und Betonplatten plötzlich nach und begruben Arbeiter unter sich. Aufnahmen vom Unglücksort zeigten verbogene Stahlträger, die über beschädigten Fahrzeugen hingen, während die Polizei die umliegenden Straßen in der Hauptstadt absperrte.
Vertreter der Stadtverwaltung Seoul erklärten, die Inspektion habe gegen vierzehn Uhr Ortszeit begonnen, kurz vor dem Einsturz. Die 1966 gebaute Überführung stand seit August 2025 wegen Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der alternden Bausubstanz zum Abriss.
Einige Trümmer fielen auch auf eine nahegelegene Bahnstrecke. Die staatliche Bahngesellschaft Korea Railroad Corp. stellte daraufhin einen Teil der Verbindungen zum Bahnhof Seoul ein. Die Behörden leiteten Ermittlungen zur Ursache des Einsturzes ein, während Rettungskräfte die instabile Unglücksstelle absicherten und die verbliebene Konstruktion untersuchten.