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Ein Mann räumt Trümmer aus einer Moschee im Westjordanland, die bei einem nächtlichen Angriff beschädigt wurde; an der Wand steht hebräisch „Rache“.

Video. Israelische Siedler setzen Moschee im Westbank-Dorf Jiljilya in Brand

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Am 17. Juni stellten Bewohner von Jiljilya nördlich von Ramallah fest, dass ihre Moschee über Nacht brannte, mit verbrannten Reifen, hebräischem Graffiti „Rache“ und großen Schäden – in einem Teil des besetzten Westjordanlands, den Israelis nicht betreten dürfen.

Anwohner berichteten, kurz nach zwei Uhr morgens Explosionen gehört zu haben. Kurz darauf stiegen Rauchschwaden aus der Moschee auf. Nach Angaben des örtlichen Imams Mohammad Khasib wurden im Waschraum zwischen 15 und 20 Autoreifen in Brand gesetzt; das Feuer richtete schwere Schäden an dem Gebäude an. An den Außenwänden fanden sich hebräische Graffiti, darunter das Wort „Rache“ und Hinweise auf Gefangene. Die Moschee liegt in Zone A des besetzten Westjordanlands. Das Gebiet steht unter Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde und ist für israelische Zivilisten in der Regel tabu.

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Der Vorfall war einer von zwei gemeldeten Angriffen auf Moscheen in der Nacht in Dörfern nördlich von Ramallah. Nach Angaben palästinensischer Stellen wurden seit Anfang 2026 Dutzende Moscheen und Kirchen im besetzten Westjordanland beschädigt oder verwüstet. Gleichzeitig verzeichnen sie insgesamt mehr Gewalt, die mit israelischen Siedlern in Verbindung gebracht wird. In der Moschee von Jiljilya waren Wände und Türen von Ruß geschwärzt. Die starke Hitze ließ die Bodenfliesen reißen und beschädigte sie.

Anwohner kehrten am Mittwochmorgen an den Ort des Angriffs zurück, räumten Trümmer weg und reinigten die beschädigten Bereiche. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hatten sich die israelische Polizei und die Militärbehörden nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert. Palästinensische Führungspersönlichkeiten forderten stärkeren Schutz religiöser Stätten und Konsequenzen für die Verantwortlichen.

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