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NATO: Trump beklagt fehlende Loyalität – Rutte widerspricht Kritik am Bündnis

US-Präsident Donald Trump trifft NATO-Generalsekretär Mark Rutte im Oval Office im Weißen Haus in Washington am Mittwoch, 24. Juni 2026.
US-Präsident Donald Trump trifft NATO-Generalsekretär Mark Rutte im Oval Office des Weißen Hauses in Washington, am Mittwoch, den 24. Juni 2026. Copyright  AP Photo/Jacquelyn Martin
Copyright AP Photo/Jacquelyn Martin
Von Emma De Ruiter
Zuerst veröffentlicht am
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Rutte wies Trumps jüngste NATO-Klagen behutsam zurück und sagte, er wisse von wenigen Fällen, die Trump enttäuscht hätten, insgesamt hätten die europäischen Verbündeten ihn jedoch klar unterstützt.

Bei einem Besuch in Washington hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte am Mittwoch US-Präsident Donald Trump getroffen. Dabei fand er warme Worte, widersprach jedoch dessen jüngster Kritik am Bündnis vorsichtig.

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Trump wiederholte seine Vorwürfe gegenüber der NATO, weil sie den US-israelischen Krieg gegen den Iran nicht unterstützt habe. Er fühle sich „im Stich gelassen“, sagte er.

Die Vereinigten Staaten und Israel hatten den Iran am 28. Februar gemeinsam angegriffen. Trump hatte die NATO zuvor nicht konsultiert, mehrere wichtige europäische Partner äußerten Zweifel an der Notwendigkeit des Krieges.

Trump forderte die Verbündeten auf, „einfach loyal zu sein“. Man brauche „weder ihr Geld noch sonst etwas. Wir haben mit Abstand das stärkste Militär der Welt. Aber ich will Loyalität.“

Rutte widersprach vorsichtig: Er wisse, dass es Einzelfälle gebe, über die Trump sehr enttäuscht sei. Insgesamt hätten die europäischen Partner die USA jedoch unterstützt.

Er verwies zudem darauf, dass vor der Waffenruhe zwischen Iran und den USA 4.000 bis 5.000 US-Flugzeuge von Stützpunkten in Europa gestartet seien.

Teheran wirft NATO „Mitschuld“ vor

Ruttes Äußerungen lösten in Teheran umgehend scharfe Kritik aus. Die iranische Führung warf der NATO „Mitschuld“ am US-israelischen Krieg gegen den Iran vor.

In einem Interview mit Fox News nach seinem Treffen mit Trump sagte Rutte: „Land um Land, Verbündeter um Verbündeten haben ihre Stützpunkte für ‚Epic Fury‘ zur Verfügung gestellt.“

„500 US-Flugzeuge sind von amerikanischen Basen in Italien gestartet, um ‚Epic Fury‘ zu unterstützen“, fügte er hinzu. So lautet der US-Operationsname für die Angriffe auf den Iran.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, verurteilte auf X, früher Twitter, die aus seiner Sicht „aktive Mitschuld“ der NATO an einem „rechtswidrigen Krieg“. Dies sei „ein eindeutiges und belastendes Eingeständnis der aktiven Mitschuld der NATO an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen einen souveränen UN-Mitgliedstaat“.

Er warf dem Bündnis „einen eklatanten Verstoß gegen zwingende Normen des Völkerrechts und die Grundprinzipien der UN-Charta“ vor.

Italien ging umgehend auf Distanz zu Ruttes Darstellung. Das Verteidigungsministerium erklärte, seine Aussagen vermittelten „eine völlig irreführende Botschaft, weil sie die Art der genehmigten Flüge vermischen“. Rom habe während „Epic Fury“ ausschließlich US-Flüge zu „technischen und logistischen“ Zwecken im Rahmen bestehender bilateraler Abkommen erlaubt.

Trumps jüngste NATO-Schelte erfolgt nur zwei Wochen, bevor sich die Staats- und Regierungschefs aller 32 Mitgliedstaaten am 7. und 8. Juli zum Gipfel des Bündnisses in Ankara treffen sollen.

Seine zweite Amtszeit ist von wiederkehrenden Spannungen mit den Verbündeten geprägt. Dazu zählten auch Drohungen, Grönland zu annektieren, von denen er im Januar wieder abrückte. Zugleich drängt Washington Europa, mehr Verantwortung für seine eigene konventionelle Verteidigung zu übernehmen, während sich der strategische Fokus der USA zunehmend auf China verlagert.

Das Pentagon hat die Verbündeten bereits darüber informiert, dass es die für weltweite NATO-Einsätze verfügbaren Mittel kürzen will. In Europa wächst deshalb die Sorge, verwundbar zu werden – auf einem Kontinent, der weiterhin auf zentrale militärische Fähigkeiten der USA angewiesen ist und auf dem Russlands Auftreten als akute Bedrohung gilt.

Weitere Quellen • AFP, AP

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