In der Küstenstadt beteiligten sich Soldaten, Feuerwehrleute und Freiwillige an der Suche. Einsatzkräfte bargen dort die Leichen der Geschwister Leyder Rojas, drei Jahre alt, und Leymar Rojas, zehn Jahre alt. Ein weiteres Kind derselben Familie konnten sie lebend retten.
Nach Angaben der Behörden bremsen Sicherheitskontrollen am wichtigsten internationalen Flughafen des Landes die Hilfslieferungen und erhöhen den Druck auf die Einsatzkräfte. Noch immer werden Hunderte Menschen unter den eingestürzten Gebäuden vermutet. Angehörige warten an den Unglücksorten, Rettungswagen bringen Überlebende in Krankenhäuser.
In Caracas warteten Hunderte evakuierte Anwohner mit ihren Familien in provisorischen Notunterkünften, nachdem ihre Häuser beschädigt oder für unbewohnbar erklärt worden waren. Ingenieure prüfen die Gebäude, bevor die Menschen zurückkehren dürfen. Die Behörden wollen klären, welche Bauten noch bewohnbar sind. „Wir warten darauf, dass jemand vom Infrastrukturministerium oder vom Katastrophenschutz kommt und uns sagt, ob wir wieder einziehen können oder nicht“, sagte der evakuierte Anwohner Pedro Bautista.
In allen betroffenen Regionen gelten inzwischen Notfallmaßnahmen. Die Behörden erklärten, vordringlich sei es, die Versorgung mit Wasser, Strom und anderen Basisdiensten wiederherzustellen und Überlebende zu finden. Venezuela steht damit vor einer der tödlichsten Naturkatastrophen seiner jüngeren Geschichte. Rettungsteams arbeiten weiter unter schwierigen Bedingungen, zugleich wird das Ausmaß der Zerstörung erst nach und nach sichtbar.