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Trockenheit in Elsass: Bauern setzen auf Hülsenfrüchte

Weniger Pestizide und Wasser: Elsass-Landwirte setzen auf Hülsenfrüchte
Weniger Pestizide, weniger Wasser: Elsässer Bauern setzen auf Hülsenfrüchte Copyright  Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Christina Molle mit AFP
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Vier Landwirte aus dem Département Bas-Rhin setzen auf Hülsenfrüchte und bringen unter der Marke „Graines d’Alsace“ ein Zukunftsprodukt gegen zunehmende Dürren in Europa auf den Markt.

In den vergangenen Jahren sind sie in den Feldern im Unterelsass immer häufiger zu sehen: Linsen, Kichererbsen oder Quinoa. Angesichts wiederkehrender Hitzewellen und Dürren setzt eine Gruppe Landwirte aus Illkirch-Graffenstaden südlich von Straßburg auf diese Hülsenfrüchte. Sie kommen mit deutlich weniger Wasser und Pflanzenschutzmitteln aus.

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Diese Initiative macht Schule, erzählt Cédric Steinlé. Er hat vor sechs Jahren, während der COVID-19-Pandemie, auf diese Kulturen umgestellt: „Wir haben gemerkt, dass wir wirklich etwas ändern müssen, weil es für die Verbraucher sehr spannend ist, solche Produkte zu essen – lokal erzeugte, eher ungewöhnliche Produkte. Kichererbsen zum Beispiel hat man hier vorher nie gesehen.“

Schon bald schlossen sich ihm drei weitere Betriebe aus der Umgebung an und gemeinsam brachten sie ihre Marke, „Graines d’Alsace“, auf den Markt. Heute sind sie als „kleine Genossenschaft“ organisiert und erzeugen pro Jahr mehr als 100 Tonnen Hülsenfrüchte – doppelt so viel wie vor drei Jahren. Inzwischen bauen sie auch Chiasamen und rote Bohnen an.

„Diese Produkte direkt aus einer lokalen Produktion zu haben, genau da mussten wir das Thema vorantreiben“, sagt Cédric Steinlé.

Hülsenfrüchte haben viele ernährungsphysiologische Vorteile: Sie sind reich an Eiweiß und Ballaststoffen und enthalten wenig Fett. Für die Umwelt sind sie ebenfalls interessant. Sie binden Stickstoff aus der Luft im Boden, gelten deshalb als Gründüngung und brauchen nur wenig Wasser.

Die außergewöhnliche Trockenheit in diesem Jahr hat sie jedoch zum Umdenken gezwungen.

„Bei diesen Temperaturen haben wir das Problem, dass die Pflanzen die Blüten abwerfen. Sie bilden eine Blüte, doch die fällt ab und danach entwickelt sich nichts mehr. Mein Ziel ist trotzdem, einen Ertrag zu haben, denn es gibt Menschen, die mit unseren Produkten sehr zufrieden sind“, erklärt Cédric Steinlé.

Die Genossenschaft „Graines d’Alsace“ ist in der ganzen Region gefragt. Sie liefert an Kantinen, Krankenhäuser und Hofläden. Cédric Steinlé hofft, dass der Verzehr von Hülsenfrüchten weiter zunimmt. Derzeit isst jede Person in Frankreich im Schnitt nur 1,6 Kilogramm pro Jahr – zu wenig, um die Gesundheitsempfehlungen zu erreichen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

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