US-Präsident Donald Trump widerspricht Berichten über den Tod von Irans neuem Ayatollah Mojtaba Khamenei. Der 56-Jährige sei zwar bei den Angriffen auf seinen Vater schwer verletzt worden, lebe aber noch, sagte Trump in einem Interview.
US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass Irans Ayatollah Mojtaba Khamenei am Leben ist, aber bei den Angriffen, die seinen Vater töteten, schwer verletzt wurde. Zuvor hatten neue Berichte spekuliert, der jüngere Khamenei sei gestorben.
„Ich glaube nicht, dass er tot ist. Er wurde sehr schwer verletzt. Die linke Körperseite, der Arm, das Bein, alles. Er wurde sehr schwer verletzt, aber ich glaube nicht, dass er tot ist“, sagte Trump dem konservativen Kommentator Glenn Beck.
Trump ergänzte, er stütze seine Einschätzung auf das Verhalten der iranischen Unterhändler. „Wenn er doch tot ist, spielen sie das sehr gut, denn sie reden ständig davon, zu ihm zurückzugehen, um sich von ihm den endgültigen Segen für ihre Entscheidungen zu holen“, sagte er.
Mojtaba Khamenei, 56, wurde am 8. März vom iranischen Expertenrat zum Ayatollah bestimmt. Wenige Tage zuvor war sein Vater Ali Khamenei bei gemeinsamen US-israelischen Luftangriffen am 28. Februar getötet worden, die den Krieg auslösten.
Seit seiner Ernennung ist er weder öffentlich aufgetreten noch auf Fotos oder in verifizierten Video- oder Audioaufnahmen zu sehen gewesen. Auch bei den Trauerfeiern für seinen Vater im Juli fehlte er.
Das Magazin The Atlantic berichtete diese Woche unter Berufung auf nicht genannte Quellen aus dem Umfeld der iranischen Regierung, in Teheran brodle die Gerüchteküche über sein Schicksal. Der frühere Regierungsbeamte und Verwandte Khameneis, Mohammad Hossein Khoshvaght, sagte dem Magazin, seit März hätten weniger als fünf Personen Khamenei getroffen, aus Sicherheitsgründen.
Irans Präsident Masoud Pezeshkian hatte zuvor erklärt, die Kommunikation mit Khamenei sei äußerst schwierig geworden.
US-Medien berichteten zuvor unter Berufung auf nicht namentlich genannte iranische Vertreter, Mojtaba Khamenei habe bei den Angriffen schwere Verletzungen erlitten. Er sei mehrfach an Beinen und Armen operiert worden und habe Schwierigkeiten beim Sprechen, weil sein Gesicht und seine Lippen stark verbrannt seien. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, Khamenei sei verletzt und vermutlich entstellt. Teheran bestätigte diese Angaben nicht.
Trump zu Iran: großer Sieg in Sicht
Trump äußerte sich auch zur Straße von Hormus und behauptete, sie sei faktisch geöffnet. „Wir bringen jetzt viele Schiffe durch die Meerenge. Wir führen sie hinein“, sagte er und ergänzte, die Minen seien geräumt worden.
Die Meerenge bleibt unter iranischer Kontrolle für den freien kommerziellen Verkehr offiziell geschlossen. Iranische Einheiten greifen weiterhin Schiffe an, die nicht von Teheran genehmigte Routen nutzen, und die US-Marine muss Frachter auf der Durchfahrt eskortieren.
Trump erklärte, der militärische und wirtschaftliche Druck auf Iran zeige Wirkung. „Diese Maßnahmen führen zu einem sehr großen Sieg. Wir werden schon bald einen großen Sieg erringen“, sagte er.
Er bekräftigte zudem seine Haltung zum iranischen Atomprogramm. „Wir dürfen Iran keine Atomwaffen überlassen. Darum geht es im Kern, 99,9 Prozent der Frage sind genau das. Wir dürfen es nicht zulassen, weil sie verrückt sind und die Waffen einsetzen würden.“
„Bislang habe ich das zweimal verhindert“, fügte er hinzu.