Aufnahmen aus Niebla und Valverde del Camino in der Provinz Huelva im Süden Spaniens, gefilmt am Montag, dem 10. August 2026, zeigen Löschhubschrauber, die Wasser auf die Flammen abwerfen. Über der Landschaft steigen dichte Rauchschwaden auf, Evakuierte warten in einem Theater im Ort Zalamea la Real. Schweißer Daniel Lopez berichtet, die Nachbarn seien in Angst gewesen, nachdem die Flammen bis dicht an ihre Häuser herangerückt seien, einige seien bereits abgebrannt.
Mehr als 600 Feuerwehrleute, unterstützt von 26 Fluggeräten, kämpfen seit einer Woche gegen den Brand, erklärte der Regionalminister für Notfälle, Antonio Sanz. Er sprach von einer extrem schwierigen und gefährlichen Lage, eine rasche Eindämmung sei nicht in Sicht. Rund 20.000 Hektar liegen innerhalb des Brandperimeters. Die Zahl der Evakuierten stieg auf etwa 800 Menschen, nachdem die Behörden am Montag auch die Bewohner von El Madroño zum Verlassen ihrer Häuser aufforderten.
Der Großbrand trifft Spanien in einer schweren Waldbrandsaison. Bereits im Juli war in der Nähe von Madrid eine Fläche von 50.000 Hektar verbrannt, außerdem starben bei einem Feuer in Almería 14 Menschen. Nahezu ganz Festland-Frankreich und die Schweiz verzeichneten im Juli Rekorddürre, zeigen Daten des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus. Europa erwärmt sich demnach schneller als jeder andere Kontinent.