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Kanadas Premierminister Mark Carney hält eine Rede während einer feierlichen Sitzung im Europäischen Parlament in Straßburg

Video. Video: Carney wirbt im Europaparlament für engere EU-Beziehungen und erhält Beifall

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Kanadas Premierminister Mark Carney fordert eine historische Vertiefung der Beziehungen zur EU und sieht die neue Weltlage als Motor einer engeren strategischen Allianz.

Vor dem Europäischen Parlament in Straßburg unterstützte Carney am siebzehnten September den Vorschlag von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, auszuloten, ob Kanada das erste assoziierte Mitglied der EU werden könnte. Er stellte dies als Teil eines umfassenderen Vorhabens dar, mit dem beide Seiten ihre Souveränität und Widerstandsfähigkeit stärken wollen.

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Er warb für eine engere Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen, Verteidigung, künstlicher Intelligenz, Energie, Raumfahrt und Finanzsystemen. Zugleich schlug er einen Ausbau des digitalen Handels und engere Verbindungen zwischen Hochschulen und jungen Menschen vor.

Carney machte außerdem deutlich, dass die Partnerschaft keinen neuen geopolitischen Block schaffen soll.

Ich schlage keinen dritten Block vor, um als Großmacht zu rivalisieren, sondern nur mit besseren Umgangsformen“, sagte er unter Applaus. „Wir wollen keine Macht, um andere zu beherrschen.“

Die Rede erfolgte nur wenige Stunden, nachdem Trump der EU mit sehr harten Zöllen drohte, falls Brüssel die geplante Partnerschaft mit Kanada weiterverfolgt.

Carney präsentierte die Initiative dennoch als langfristiges Projekt, das über Handel und Verteidigung hinausreichen könnte. Eine Allianz zwischen Kanada und der EU könnte nach seinen Worten zu einem ‚Leuchtfeuer‘ für andere Demokratien werden, aufgebaut auf ‚Freiheit, Solidarität, Wohlstand, Nachhaltigkeit‘ und einem gemeinsamen Bekenntnis zum Völkerrecht.

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